Brandhaus in Hann. Münden: Eigentümer will es rasch sanieren

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Flammen in Südniedersachsen: Ein 69-jähriger Mann ist Ende November bei einem Wohnhausbrand in der Mündener Altstadt ums Leben gekommen.

Hann. Münden. Das durch einen Brand zurzeit unbewohnbare Haus an der Straße Hinter der Stadtmauer in Hann. Münden soll möglichst rasch saniert werden.

Das sagte Eigentümer Wilfried Momberg (70), Grafikdesigner aus Kassel, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Noch sei nicht klar, wie hoch der Schaden genau sei. In drei bis vier Wochen rechne er mit den Ergebnissen des Gutachters. Er sei aber schon dabei, Kostenvoranschläge einzuholen. Er hofft, dass Ende Januar die Sanierungsarbeiten beginnen können.

Was durch den Brand zerstört wurde, sei bereits aus dem Haus herausgeräumt worden.

Bei dem Feuer am Samstag, 21. November, war ein 69-jähriger Bewohner des Hauses ums Leben gekommen. Ursache des Brandes, bei dem eine Wohnung im Erdgeschoss des dreistöckigen Fachwerkhauses völlig ausgebrannt ist, war nach Angaben der Polizei ein technischer Defekt.

Durch Rauch, Ruß und Löschwasser sind aber auch die übrigen Wohnungen derzeit nicht bewohnbar. Nach Angaben von Reinhard Streck, Baustatiker der Stadt Hann. Münden, sei die Statik des Hauses aber intakt, Einsturzgefahr bestehe nicht. Er schätzte den Schaden am Haus auf etwa 120.000 Euro.

Momberg gehören neben der Haus-Nummer 16, in dem es gebrannt hat, auch die Nachbargebäude Nummer 18 und 20. Seit 1936 sind sie im Familienbesitz. „Mein Herz hängt daran“, sagt der 70-Jährige. Im Haus 20 sei er aufgewachsen, seine Eltern betrieben dort ein Textilwarengeschäft. Bis 1964 habe er dort gewohnt. Das Haus 16 sei immer vermietet gewesen.

Das Brandhaus gehört zum denkmalgeschützten Altstadtensemble von Hann. Münden. Es ist fast 300 Jahre alt und stammt aus dem Barock. Eine Inschrift über dem Eingang verweist auf 1720 als Baujahr hin.

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