Brandschützer haben Nachwuchssorgen bei der Jugend

Praktische Übung: Das Foto zeigt die Jugendlichen Daniel Gerassimenko (Hann. Münden), Hagen Winnemuth (Ellershausen), Leon Jazeschann (Dransfeld), Märten Franke (Hemeln) beim Aufbau einer Bockleiter.

Rosdorf. Die Kreisjugendfeuerwehr hat Nachwuchssorgen. Das machte Kreisjugendfeuerwehrwart Alexander Otte beim Kreisjugendfeuerwehrtag am vorigen Samstag in Rosdorf deutlich.

Während die Entwicklung bei den Kinderfeuerwehren sehr erfreulich sei, gehe die Zahl der Mitglieder in den Jugendfeuerwehr zurück. Zwar sei momentan nur ein leichter Rückgang zu verzeichnen, diesem gelte es aber entgegenzuwirken, betonte Otte. Er schlug vor, mit intensiverer Nachwuchswerbung eine Kehrtwende zu erreichen.

Landesjugendfeuerwehrwart André Lang stellte in seinem Grußwort die Frage, warum man eigentlich in der Kinder- und Jugendfeuerwehr mitmachen sollte und gab selbst die Antwort: „Feuerwehr ist das genialste Hobby der Welt!“. Auf das Thema Kreisfusion und was sich für die Feuerwehren dadurch ändert, ging Richard Gerick von der Kreisjugendfeuerwehr Osterode ein. Mit dem Beschluss einer neuen Jugendordnung für den neuen Landkreis Göttingen müsse etwa die Arbeitsgrundlage der Jugendfeuerwehren erneuert werden, sagte Gerick. Mitte Februar 2017 werde der Kreisjugendfeuerwehrtag des neuen Landkreises in Duderstadt stattfinden.

Erste Kreisrätin Christel Wemheuer (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte, die Kinder- und Jugendfeuerwehren böten mit viel Teamarbeit und Technik sowie mit Engagement für Umwelt und Soziales eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Mit der Neuwahl eines stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwarts für den Brandabschnitt West, der das Gebiet der Gemeinden Adelebsen und Staufenberg, der Samtgemeinde Dransfeld sowie der Stadt Hann. Münden umfasst, stand auch eine wichtige Personalentscheidung auf der Tagesordnung der Delegiertenversammlung. Hier wurde der bisherige Inhaber Stefan Lindel aus Hann. Münden in seinem Amt bestätigt.

Für Verdienste um die Jugendfeuerwehren wurden Tobias Sprenger (Rosdorf), Thorsten Kanbach-Ducke (Kerstlingerode), Felix Benseler (Etzenborn) und Peter Heinzelmann (Benniehausen) die Nadel der Kreisjugendfeuerwehr verliehen.

Bereits am Samstagvormittag zeigte junge Feuerwehrleutes ihr Können und legten das Leistungsabzeichen Jugendflamme in drei verschiedenen Stufen ab. Neben feuerwehrtechnischem Wissen ging es darum, praktische Übungen fehlerfrei zu absolvieren und den Nachweis von gesellschaftspolitischem Engagement zu erbringen. Das Abzeichen der Stufe 1 schafften 61 Teilnehmer und die Stufe 2 ging an 47 Jugendliche aus den Gemeinden Rosdorf und Friedland sowie der Stadt Göttingen. 27 Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus den Gemeinden Krebeck und Rosdorf, der Samtgemeinde Dransfeld und den Städten Hann. Münden und Göttingen haben mit der Stufe 3 nun die höchste Stufe erreicht. (red/kri)

Bilder von der Abnahme der Jugendflamme sowie des Delegiertentages sind auf der Facebook-Seite der Kreisjugendfeuerwehr unter facebook.com/kjfgoe zu finden.

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