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Brandstifter im Raum Hann. Münden am Werk?

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Waldbrand bei Sichelnstein Mitte März: Von brennenden Holzstapeln aus hatte sich das Feuer durch Funkenflug auf eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche mit viel Totholz und Windwurf ausgebreitet.
Waldbrand bei Sichelnstein Mitte März: Von brennenden Holzstapeln aus hatte sich das Feuer durch Funkenflug auf eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche mit viel Totholz und Windwurf ausgebreitet. © Luftbild: Thomas Meder

Immer wieder brennen im Raum Münden Stapel mit mächtigen Stämmen und setzen weitere Flächen in Brand. Es gibt Hinweise, die auf Brandstiftung hindeuten.

Altkreis Münden – Im Altkreis Münden ist vermutlich ein Brandstifter unterwegs, der an Holzstapeln im Wald Feuer legt. Drei Mal mussten Feuerwehren deswegen zu größeren Einsätzen ausrücken, zuletzt am Mittwochnachmittag in einem Forst bei Bühren. 37 Feuerwehrleute aus mehreren Orten waren zwischen 14 und 16.30 Uhr im Einsatz, um das Feuer zu löschen, wir berichteten.

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei inzwischen davon aus, dass jemand den Brand gelegt hat und schließt auch einen Zusammenhang mit früheren Holzstapelbränden in einem Waldstück an der Kreisstraße 222 zwischen Lutterberg und Sichelnstein in der Gemeinde Staufenberg und in der Nähe des Hann. Mündener Ortsteils Bonaforth nicht aus.

Bereits nach dem Brand in Staufenberg waren die Ermittler davon ausgegangen, dass jemand das Feuer vorsätzlich gelegt hatte. Dort standen am Nachmittag des 13. März, einem Sonntag, mehrere Holzstapel an einem Waldweg in Flammen, von denen sich das Feuer durch Funkenflug auf eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche mit viel Totholz und Windwurf ausgebreitet hatte. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden. Rund 120 Feuerwehrleute waren zum Schluss im Einsatz gewesen, darunter die gesamte Staufenberger Feuerwehr. Hinzu kamen Kräfte aus Hann. Münden, Dransfeld und Adelebsen. Die Berufsfeuerwehr Kassel hatte ein Tanklöschfahrzeug zur Unterstützung geschickt. Auch das Technische Hilfswerk aus Hann. Münden, das mit zehn Helfern und zwei Fahrzeugen vor Ort war, half beim Löschwassertransport und war später dafür zuständig, das Gelände auszuleuchten.

Brennender Holzstapel bei Bonaforth am 1. Mai. Dort konnte die Feuerwehr ein Ausbreiten verhindern.
Brennender Holzstapel bei Bonaforth am 1. Mai. Dort konnte die Feuerwehr ein Ausbreiten verhindern. © Foto: Feuerwehr Hann. Münden

Das Feuer an einem Holzstapel in der Nähe von Bonaforth am Nachmittag des 1. Mai, ebenfalls einem Sonntag, ist früh genug entdeckt worden, sodass die Feuerwehr eine Ausbreitung auf den ganzen Polter und die angrenzenden Waldflächen verhindern konnte. 35 Feuerleute aus mehreren Ortsteilen waren am Hoher-Spieß-Weg nahe der Bundesstraße 496 auf Höhe von Bonaforth im Einsatz gewesen.

Für den Brand am vergangenen Mittwoch bei Bühren sucht die Polizei nun Zeugen, die Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben können, und bittet sie, sich bei der Göttinger Polizei unter Telefon 0551/491-2115 zu melden. (Ekkehard Maass)

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