Beginn noch in diesem Jahr

Breitbandausbau im Landkreis Göttingen kann jetzt starten

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Weiße Flecken ade: (von links) Landrat Bernhard Reuter und Detlev Barth, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Göttingen, freuen sich, dass der Breitbandausbau im Landkreis Göttingen nun weiter geht und die Region schon bald flächendeckend mit schnellem Internet versorgt wird.

Landkreis Göttingen. Schnelles Internet im gesamten Landkreis Göttingen: Das ist nicht mehr länger Zukunftsmusik. Noch in diesem Jahr kann mit dem Breitbandausbau begonnen werden.

Der Landkreis hat der Deutschen Telekom AG den Zuschlag zum geförderten Breitbandausbau erteilt. Damit geht das Telekommunikationsunternehmen als Sieger der europaweiten Ausschreibung des Kreises hervor.

Die sogenannten weißen Flecken im Kreis, also Orte, die nach Definition von Land und Bund als unterversorgt beim Internet gelten, sollen nun eine Breitbandversorgung von 50 Mbit/s erhalten. Damit kann man beispielsweise Videos im Internet ruckelfrei anschauen. 

Breitbandausbau: Kupferkabel und Glasfaser

Umgesetzt wird bei privaten Nutzeranschlüssen der FTTC-Ausbau: Bei „Fiber to the Curb“, also Glasfaser bis zum Gehweg, werden die Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger verlegt, bis zum Hausanschluss erfolgt der Datenverkehr über Kupferkabel. In Gewerbegebieten sollen Glasfaser bis zum Gebäude verlegt werden. „Mit dem Ausbau im Landkreis schließen wir die Lücke in der Breitbandversorgung unserer Region“, sagt Landrat Bernhard Reuter. „Jetzt wollen wir den Ausbau schnellstmöglich realisieren.“

Die Telekom werde im nächsten Schritt mit der Feinplanung beauftragt, berichtet Detlev Barth, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen. „Die Feinplanung wird die Basis für die endgültigen Förderbescheide von Bund und Land sein.“ Mit dieser Planung werde man auch die konkreten Ausbaugebiete kennen. Als weiße Flecken gelten Teile der Gemeinde Staufenberg und der Samtgemeinde Dransfeld, darunter Jühnde und Bühren. Die Hann. Mündener Vorwahlbereiche 05541 und 05545 sind weitestgehend ausgebaut.

Die Telekom habe zugesichert, den Ausbau innerhalb von zwölf Monaten nach Vorlage des endgültigen Förderbescheides umzusetzen, so Barth. Erwartet wird, dass in diesem Jahr mit dem Ausbau begonnen werden kann. 

Hintergrund: Schnelles Internet statt Datenstau

Damit die Förderungen von Bund und Land greifen, muss der Landkreis inklusive aller weißer Flecken mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde im Download versorgt werden. Damit kann man beispielsweise Filme im Internet ruckelfrei anschauen und größere Datenmengen in kurzer Zeit herunterladen. Die Telekom sei durch den Landkreis vertraglich verpflichtet, diese 50 Mbit/s flächendeckend zu ermöglichen.

Ausgebaut werden soll bei privaten Nutzeranschlüssen nach dem FTTC-Verfahren: Bei „Fiber to the Curb“ (Glasfaser bis zum Gehweg) werden Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger gelegt. Diese werden mit Multifunktionsgehäusen zur Aufnahme von Technik überbaut. Von dort erfolgt der Hausanschluss über Kupferkabel. Nachtteil: Die Kabelverzweiger wirken wie ein Flaschenhals, nach den Verzweigern kommt es nach und nach zum Datenverlust. Je weiter weg ein Haushaltsanschluss vom Verzweiger liegt, desto schlechter ist daher die Datenleitung. Außerdem sind nur Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s möglich. 

Darum will der Landkreis Göttingen langfristig auf FTTB, bei dem die Glasfaserkabel bis zum Gebäude verlegt werden, und FFTH (Glasfaserkabel bis zur Wohnung) nachrüsten. Bei diesen Ausbauformen sind Datenströme im Gigabit-Bereich möglich.

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