Brexit versetzt den Firmen einen Dämpfer

Hann.Münden/Hannover. Niedersachsens Wirtschaft ist in den vergangenen drei Monaten gewachsen, der Brexit, der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU), hat den Erwartungen aber einen Dämpfer versetzt.

So lautet das Ergebnis einer Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover bei rund 1600 Unternehmen, darunter auch rund 150 Firmen aus Südniedersachsen.

Ausblick: Niedersachsens Wirtschaft werde auch in den kommenden Monaten moderat wachsen, das Auslandsgeschäft trete aber auf der Stelle. Allein die gute Binnenkonjunktur sorge für ein kleines Beschäftigungsplus.

Die befragten Unternehmer befürchten nach dem Brexit neben steigenden Wechselkursrisiken vor allem eine Zunahme von Handelshemmnissen. Dazu zählen mögliche Zölle, aber auch mehr Bürokratie durch Bearbeiten von Außenhandelsdokumenten und unterschiedliche Normen und Standards. Großbritannien ist zweitwichtigstes Exportland für Niedersachsens Wirtschaft.

Der Ausstieg der Briten aus der EU wirkt sich in der Industrie aus. Nur noch 21 Prozent der befragten Unternehmen, im vorigen Quartal waren es noch 29 Prozent, rechnen mit einem besseren Geschäftsverlauf. Unterm Strich ist die Bilanz in der Industrie durchwachsen. Während Elektrotechnik und jetzt auch Maschinenbau eine positive Geschäftsentwicklung melden, stagnieren die Geschäfte in der Autoindustrie und den Zulieferern - dies allerdings auf hohem Niveau. Autozulieferbetriebe wie Weser-Metall-Umformtechnik und Contitech sind große Arbeitgeber in Hann. Münden.

Wachstumstreiber bleibe der Konsum, so die IHK, wobei der private Konsum von einem hohen Beschäftigungsstand und steigenden Einkommen getragen werde. Der Einzelhandel floriere, Ausnahme seien Schuhe, Lederwaren und Unterhaltungselektronik. Hier mache sich die Internetkonkurrenz bemerkbar. (kri)

Rubriklistenbild: © dpa

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