Für 40.000 Euro

Landkreis will Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung erwerben

Hann. Münden/Duderstadt. Der Landkreis Göttingen soll die als gemeinnützig anerkannte Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen für 40.000 Euro kaufen. Das hat der Sozial- und Gesundheitsausschuss am Mittwochabend beschlossen und dem Kreistag empfohlen, zuzustimmen.

Das teilte Sozialdezernent Marcel Riethig (SPD) im Anschluss an die Sitzung mit. Die GAB, wie sie kurz genannt wird, hat ihren Hauptsitz in Hann. Münden in der ehemaligen Kurhessen-Kaserne und unterhält eine Nebenstelle in Duderstadt.

Die GAB ist nach Riethigs Worten eine Gesellschaft, die mit hauptamtlichen Mitarbeitern Berufsaus- und weiterbildung fördert und die sich außerdem auf dem Feldern der Berufsorientierung engagiert. Zwei Ziele wolle der Landkreis mit dem Erwerb der GAB erreichen, erläutert der Kreisrat. Zum einen die Berufsorientierung in Hann. Münden und Duderstadt aufrechterhalten, zum anderen erreichen, dass öffentliche Aufträge im Bereich der Berufs- und Jugendförderung auch zukünftig ohne Ausschreibung vergeben werden können.

Rechtlich stehe dem nichts entgegen, das habe eine Prüfung durch ein vom Landkreis beauftragtes Rechtsanwaltsbüro ergeben.

Die GAB soll dauerhaft ohne Zuschüsse des Landkreises auskommen, machte Riethig deutlich. Im Vorfeld habe die Gesellschaft den Wirtschaftsplan für 2015 in Abstimmung mit der Kreisverwaltung aufgestellt. Riethig. Danach erwarte die Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr einen Gewinn von rund 26.900 Euro. Die mittelfristige Finanzplanung gehe für die Jahre 2016 bis 2018 von einem Bilanzgewinn aus, sodass bis einschließlich 2018 nicht mit einem Zuschussbedarf zu rechnen sei.

Haustarifvertrag

Was das Personal angeht, so sei, angelehnt an die Kreisvolkshochschule Südniedersachsen, auch für die GAB geplant, im Jahr 2015 Zeit einen Haustarifvertrag abzuschließen. Dieser soll sich am Haustarifvertrag der Volkshochschule Göttingen e.V. aus dem Jahr 2007 orientieren. Die derzeit befristet eingestellten Mitarbeiter im „JobClub 50plus“ sowie Projektmitarbeiter der Bürgerarbeit sollen durch die GAB übernommen werden. Zudem solle die Gesellschaft über künftige Neueinstellungen selbstständig entscheiden, so Riethig.

Die Gesellschafterversammlung, so sieht es der Vertragsentwurf vor, besteht aus drei Personen, Weisungsbeschlüsse können im Kreisausschuss gefasst werden.

Über die Entwicklung des Unternehmens werde regelmäßig im Sozial- und Gesundheitsausschuss berichtet, der Geschäftsführer der GAB werde an den Sitzungen des Ausschusses teilnehmen. (kri)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.