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Weserbrücke in Hann. Münden soll entlastet werden

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Von: Ekkehard Maass

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Die Weserbrücke in Hann. Münden ist baufällig und muss durch einen Neubau ersetzt werden. Um sie zunächst weiter betreiben zu können, gilt bereits jetzt schon eine Abstandsregel für Lastwagen von 100 Metern.
Die Weserbrücke in Hann. Münden ist baufällig und muss durch einen Neubau ersetzt werden. Um sie zunächst weiter betreiben zu können, gilt bereits jetzt schon eine Abstandsregel für Lastwagen von 100 Metern. © Lydia Hinz

Um die marode Weserbrücke zu entlasten, sollen ab dem kommenden Jahr zwei der vier Fahrspuren gesperrt werden.

Hann. Münden – Die baufällige Weserbrücke soll künftig einer deutlich geringeren Belastung ausgesetzt werden als zur Zeit. Ziel sei es, die mögliche Nutzungszeit des Bauwerks für den Verkehr zu verlängern. Derzeit laufen dazu die statischen Beurteilungen.

Wie Udo Othmer, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim, weiter mitteilte, sei geplant, Anfang kommenden Jahres die vier Fahrspuren auf zwei zu reduzieren.

Zur Entlastung der Brücke gilt bereits schon jetzt, dass Lastwagen nur noch mit einem Abstand von 100 Metern die Brücke überfahren dürfen. Mit der Abstandsregelung werde erreicht, dass das Bauwerk nur noch punktuell belastet werde und Lkw mit ihrem Gewicht nicht mehr in der bisherigen Dichte über die Brücke rollen können. Die Verkehrsbehörde gehe davon aus, dass das Bauwerk mit diesen Maßnahmen über Ende 2022 hinaus für den Verkehr genutzt werden könne. Dabei werde es durchgehend kontrolliert, so Othmer.

Frühere Untersuchungen hatten ergeben, dass wegen der Baufälligkeit der Bücke sie in der jetzigen Form nur noch bis Ende 2022 betrieben werden könne.

Eigentlich sollte die Brücke längst durch einen Neubau ersetzt worden sein. Das Planfeststellungsverfahren wurde 2017 vom Landkreis Göttingen eingeleitet, und am 18. Oktober 2018 erging der Planfeststellungsbeschluss. Dagegen hatte der Bauverein Hann. Münden Klage vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eingereicht.

Mitte 2021 hatte das Gericht in seinem Urteil festgestellt, dass der Planfeststellungsbeschluss für das Projekt „rechtswidrig und nicht vollziehbar“ ist. Der Beschluss weise diverse Mängel auf.

Inzwischen sei die Überarbeitung der Mängel abgeschlossen und die Unterlagen gehen dem Landkreis zu, damit das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden könne, so Othmer.

Die Brücke soll so schnell wie möglich gebaut werden. Kostenträger ist der Bund. (Ekkehard Maass)

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