Bücher zum Ankommen für Flüchtlinge

Integrationshilfe aus der Kiste: Kirsti Hensellek, Hartmut Teichmann (Initiative „ein Münden“), Gisbert Klockmann, Christine Meyer (Jugendhilfe Südniedersachsen) und Harald Wegener freuen sich über die Bücherkisten. Foto: Siebert

Hann. Münden. In Hann. Münden erhalten drei Flüchtlingsgruppen jetzt Kisten mit Büchern zur Ausleihe, die ihnen helfen sollen, sich in Deutschland zurecht zu finden.

Drei Willkommenspakete, gefüllt mit jeweils 30 Büchern, die Flüchtlingen helfen sollen, sich in ihrem neuen Umfeld zurecht zu finden, haben die Unterkunft in der ehemaligen Kurhessen-Kaserne und zwei Gruppen, die von der Diakonie betreut werden, erhalten. Es sind nicht nur Bücher, mit denen man Deutsch lernen kann, sondern auch solche, die Grundkenntnisse der Geschichte, Geografie und Kultur Deutschlands vermitteln, in den Sprachen Arabisch, Afghanisch/Dari und französisch. In zwei Projekte aufgeteilt - „Willkommen! Bibliotheksangebote für Flüchtlinge“ und „Mach mit - Deutsch lernen mit Bildern“ - wurden die Medienpakete von der örtlichen Bücherei zusammen gestellt und an die zuständigen Betreuer übergeben.

Es sind neben Wörter- und Grammatikbüchern (teilweise mit Lern-CDs), Bilderbücher für Kinder wie beispielsweise „mein erster Besuch im Zoo“, „Deutschland-Wimmelbuch“, Lektüren als Einleitung für ein friedliches Zusammenleben. Nachschlagewerke unter anderem „Tipp-Doc - Arzt-Patienten-Gespräche“, aber auch Literatur mit Darstellungen über das, was die Geflohenen hinter sich haben, die über das Meer gekommen sind.

„Diese Bücher sind für diese Menschen eine großartige Vorbereitung auf ihr Leben in der neuen Heimat Deutschland“, stellte Bürgermeister Harald Wegener fest.

Die Bücher können von Interessierten einzeln ausgeliehen oder zusammen mit den Betreuern erarbeitet werden.

„Ein großer Teil der Flüchtlinge ist mit dem System unserer Bibliotheken nicht vertraut“, erklärte Büchereimitarbeiterin Kirsti Hensellek. Sie würden so an Bücher herangeführt.

Finanziert wurden die Bücherkisten vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, und vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der VGH-Stiftung in Kooperation mit der Büchereizentrale Niedersachsen.

Man musste sich bewerben und einen Fragebogen ausfüllen, um ein Willkommenspaket zu erhalten. Da spielten die Anzahl der Flüchtlinge, die Arbeit mit den Flüchtlingen und die Zielgruppen eine Rolle. Doch nun freut sich Gisbert Klockmann, aus dem städtischen Bereich Gesellschaft und Soziales, dass es geklappt hat. (zpy)

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