Gärtnerei Wauschkuhn ausgezeichnet

Bundesgartenschau 2021: Gold für Stauden aus Hann. Münden

Medaillengewinnerin: Angela Wauschkuhn wurde für die Teilnahme an der Bundesgartenschau ausgezeichnet. Ihr Betrieb befindet sich an der B 3 bei Mielenhausen.
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Medaillengewinnerin: Angela Wauschkuhn wurde für die Teilnahme an der Bundesgartenschau ausgezeichnet. Ihr Betrieb befindet sich an der B 3 bei Mielenhausen.

Gold für die Staudengärtnerei Wauschkuhn in Mielenhausen (Hann. Münden). Der Betrieb von Angela Wauschkuhn wurde in der Kategorie Stauden in Erfurt auszeichnet.

Mielenhausen/Erfurt – Ein Goldmedaillengewinner aus der Dreiflüssestadt: Die Staudengärtnerei Wauschkuhn in Mielenhausen hat auf der Bundesgartenschau in Erfurt eine Gold-Auszeichnung bekommen sowie zwei Silbermedaillen. Alle in der Kategorie Freilandwettbewerb – Stauden.

Hann. Münden: Gärtnerei schon öfter ausgezeichnet

Die Preisrichter in Erfurt zeichneten die Stachys (Zieste) und die Tricyrtis (Krötenlilien) der Staudengärtnerei aus, beide Pflanzen wurden zusammen bewertet. „Wir sind stolz, wenn unsere Pflanzen eine solch gute Qualität haben, dass sie ausgezeichnet werden“, sagt Angela Wauschkuhn. Silber gab es für Aster, Helianthemum, Hysoppus und Anemone sowie Helianthemum, Helichrysum, Kalimeris und Polygonatum. Die Gartenschau in der thüringischen Landeshauptstadt fand vom 23. April bis 10. Oktober statt.

Die Pflanzen der Staudengärtnerei werden regelmäßig auf den Bundesgartenschauen ausgezeichnet – und das bereits seit 1981. Das Unternehmen an der B 3 an der Schede gibt es seit 1975, mittlerweile dehnen sich die Gärtnereianlagen über zwei Hektar aus. Im Sortiment hat Angela Wauschkuhn über 1500 Sorten an Pflanzen, etwa 500 000 einzelne Gewächse hat sie auf dem Gelände.

„Wir bieten alle Arten von Staudengewächsen an, über Kräuter und Bodendecker bis hin zu Gräsern“, sagt sie. Dazu kommen noch Wasserpflanzen und Gewächse, die sich für schattige Bereiche eignen. „Es sind ausdauernde Pflanzen, die auch winterfest sind.“

Neben Privatkunden richtet sich das Angebot auch an Gartenlandschaftsbaubetriebe und Städte und Gemeinden. Die Kunden kommen aus einem größeren Umkreis, etwa aus Bad Nauheim (Wetterau, Hessen) und aus Hannover.

Versand von Pflanzen in ganz Deutschland

Zudem versendet der Betrieb auch Pflanzen an Kunden aus dem ganzen Bundesgebiet: „Das haben wir bereits vor der Coronakrise gemacht.“ Auf dem Gelände wachsen die Stauden in großen Beeten und Gewächshäusern. Letztere sind vor allem für junge Pflanzen wichtig. „Wir sind ein mittelgroßer Betrieb“, sagt Angela Wauschkuhn, die momentan zwei Mitarbeiter hat. In der Saison seien mehr Helfer nötig.

Die Lage im Weserbergland sei nicht ganz ideal, verrät die Chefin. Im Alten Land oder im Oldenburger Raum sei das Wetter stabiler. „Vor allem Spätfröste im März und April machen uns hin und wieder zu schaffen.“

„Viel Wissen und Herzblut“

Mit einer Schutzplane könne man zwar kurz aushelfen, aber bei wirklich tiefen Temperaturen nutze das dann auch nichts mehr. Zwar sind die Pflanzen winterfest, aber im beginnenden Frühjahr trifft der Frost dann die jungen Pflanzen. „Wir freuen uns, dass das allgemeine Interesse an der Natur und an Pflanzen deutlich wächst“, sagt Angela Wauschkuhn. Um einen solchen Betrieb führen zu können brauche sie „viel Wissen und Herzblut“. Die Staudengärtnerei nimmt immer wieder an den Bundesgartenschauen teil, ab und zu auch mal bei den Landesgartenschauen. „Wir sind im Bund Deutscher Staudengärtner und dem Wirtschaftsverband Gartenbau Südniedersachen organisiert.“ Die Teilnahme an den Schauen wird ausgeschrieben, Betriebe können sich dafür bewerben. (Jens Döll)

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