Ein Leben für die Medizin

Claus Nielsen ist seit 40 Jahren als Arzt in Hann. Münden aktiv

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Claus Nielsen hat schon immer eine Affinität zum Bewegungsapparat des Menschen gehegt.

„Ich freue mich immer wieder, wenn ich positive Rückmeldungen von Patienten bekomme“, sagt Claus Nielsen. Bereits seit 40 Jahren ist der 65-Jährige als Arzt in Hann. Münden aktiv.

Er ist Osteopath (Funktionsstörungen erfassen und behandeln) sowie Arzt für Allgemeinmedizin und manuelle Medizin (früher als Chirotherapie bezeichnet).

Am 1. August, vor 40 Jahren, begann der heute 65-Jährige seine medizinische Laufbahn als Assistenzarzt in der Chirurgie im damaligen Vereinskrankenhaus Münden und ist in den vier Jahrzehnten der Stadt treu geblieben. „Trotzdem bin nach 40 Jahren in Deutschland immer noch Däne“, erzählt er.

Schon während seines Medizinstudiums an der Universität in Kopenhagen war es ein Traum des gebürtigen Dänen, sich näher mit dem Bewegungsapparat zu beschäftigen. Doch zunächst einmal erhielt er 1979 die Approbation als Arzt, um dann eine Sanitätsoffiziersausbildung zu absolvieren. 

Anerkennung als Facharzt für Allgemeinmedizin erhielt er 1984

Von August des gleichen Jahres bis September 1983 arbeitete er als Assistenzarzt auf verschiedenen Stationen des Mündener Vereinskrankenhauses, bevor er als Weiterbildungsassistent bei zwei Mündener Ärzten tätig war, bis er 1984 seine Anerkennung als Facharzt für Allgemeinmedizin erlangte. „Ich habe mich dann in einer Gemeinschaftspraxis als Arzt für Allgemeinmedizin in Gimte niedergelassen“, berichtet Nielsen.

„Meine Affinität zum Bewegungsapparat des Menschen hat mich zu einer Zusatzausbildung in Chirotherapie/Manuelle Medizin bei der Deutschen Gesellschaft für manuelle Medizin bewogen“. Danach begann der Arzt eine osteopathische Ausbildung. 

Den Traum von der eigenen Praxis erfüllt

Im Februar 2005 erfüllte sich Claus Nielsen seinen Traum, er eröffnete eine Praxis für Osteopathie und manuelle Medizin in der Kalandstraße. Die Praxis in Gimte wurde von ihm parallel weitergeführt, ab 2007 alleine. Im April 2013 hörte er nach 29-jähriger Hausarzttätigkeit aus gesundheitlichen Gründen auf. 

Die jetzigen Patienten kommen nicht nur aus dem Mündener Raum, sondern beispielsweise auch aus dem Solling, dem Eichsfeld, Ahnatal und Fuldatal. 

„Ganz wichtig zu wissen ist, ich renke nicht ein, ich behandle den gesamten Bewegungsapparat“, erklärt der Arzt. Oft seien das Probleme mit dem Kreuzdarmbeingelenk (eine Gelenkverbindung im Becken).

Sport sei kein Universal-Heilmittel

„Ein Kollege hat mal gesagt, keine Diagnose durch die Hose“. Das sei ein Leitsatz geworden, weil heute viele Patienten eher apparativ als manuell untersucht würden. Auf die Frage, ob bei Problemen am Bewegungsapparat nicht auch Sport helfe, antwortet er, dass die sportlichen Aktivitäten oft überbewertet würden. Sport sei kein Universal-Heilmittel.

Auch Operationen im Bewegungsapparat müssen seiner Meinung nach wohl überlegt sein. Wenn die Lebensqualität so stark eingeschränkt ist, dass das Leben nicht länger lebenswert ist, dann sollte sich der Patient überlegen eine Operation anzustreben.

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