Corona in Hann. Münden

Vorbereitungen für den Fall der Fälle - Schutzkleidung im Klinikum wird knapp

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Corona-Testzelt: Vor der Notaufnahme werden Abstriche gemacht.

Corona in Hann. Münden: Im Klinikum gab es bislang noch keine Coronavirus-Patienten. Für den Fall, dass sich das ändert, hat das KHM Vorbereitungen getroffen.

Hann. Münden – Im Klinikum Hann. Münden (KHM) gab es bisher noch keine Coronapatienten, Verdachtsfälle hätten sich nicht bestätigt, informiert die Klinikleitung auf Anfrage der HNA. Auch seien zahlreiche Mitarbeiter negativ getestet worden.

Für den Fall, dass sich das ändert, habe das KHM auf einer Isolierstation 20 Betten eingerichtet und hält auf der Intensivstation 15 Betten mit Beatmungsgeräten bereit.

Wer jetzt noch das Klinikum betreten will, werde getestet: Jeder Patient oder Besucher werde auf Fieber getestet und durchlaufe ein mündliches Verdachtsscreening nach Richtlinien des Robert-Koch-Institutes. Im Verdachtsfall würden Patienten dann im Zelt vor der Zentralen Notaufnahme getestet und entweder unter vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen aufgenommen oder bis zur Vorlage eines Testergebnisses nach Hause geschickt.

Die Arbeitsabläufe in der Notaufnahme seien so angepasst worden, dass infizierte Patienten von anderen Patienten isoliert behandelt werden könnten.

Wie in anderen Krankenhäusern sei auch am Klinikum Münden die Schutzausrüstung knapp. „Viele unserer Regellieferanten verschieben kurzfristig zugesagte Liefertermine, sodass es zurzeit für uns sehr schwer ist, eine mittelfristige Reserve für bestimmte Artikel aufzubauen“, sagt die Klinikleitung. Beim Desinfektionsmittel jedoch sei das KHM für mehrere Wochen gut aufgestellt, denn die umliegenden Apotheken seien eingesprungen, produzierten nun nach WHO-Richtlinien für das Klinikum und deckten so einen großen Teil des Bedarfs.

Um Übertragungswege auszuschließen, würden Mitarbeiter des Klinikums darum gebeten, Kontakte untereinander auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem bemühe sich das Klinikum um einen ressourcenschonenden Umgang mit Schutzausrüstung und Hygienefachkräfte böten täglich Schulungen sowie Merkblätter und in Zukunft auch Aufklärungsvideos an.

VON KIM HENNEKING

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