Positive Lehren berücksichtigen

Landkreis Göttingen: Homeoffice bleibt bei Verwaltung in Hann. Münden und Göttingen bestehen

Die Grünen plädiert für ein Recht auf Homeoffice nach der Corona-Pandemie. Doch die Industrie lehnt die Forderung ab. (Symbolbild)
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Homeoffice wird von einigen Verwaltungen im Landkreis Göttingen weiter angeboten. (Symbolbild)

Die Bundesnotbremse lief am 1. Juli aus. Damit endete auch die Homeofficepflicht. Doch die Verwaltungen im Landkreis Göttingen wollen die positiven Aspekte beibehalten.

Landkreis Göttingen – Die gesetzliche Homeofficepflicht, wie sie in der Bundesnotbremse vorgeschrieben ist, ist seit dem 30. Juni nicht mehr gültig. Wie gehen die Stadt- und Kreisverwaltungen im Landkreis Göttingen damit um? Welche Lehren zieht man aus dem Homeoffice?

Hann. Münden: Homeofficeregeln bis Ende 2021

In der Stadtverwaltung Hann. Mündens wurden die bisherigen Homeofficeregeln bis zum 31. Dezember verlängert, antwortet Roland Graunitz, Leiter der Allgemeinen Verwaltung, auf unsere Anfrage. Zudem soll bis zu diesem Datum eine Betriebsvereinbarung zur sogenannten Telearbeit aufgestellt werden. . Damit soll für die Mitarbeiter der Verwaltung ein „rechtssicherer Rahmen geschaffen werden“. Die Zahl der Stadtmitarbeiter die von zu Hause aus arbeiten sei immer schwankend gewesen, weil überwiegend nur einzelne Tage im Homeoffice gearbeitet wird. In der Spitze seien es etwa 30 gewesen.

Bis jetzt können zahlreiche positive Lehren aus dem Homeoffice gezogen werden, heißt es von Graunitz weiter. So schätzten die Mitarbeiter die Flexibilität und die ersparte Anfahrtszeit. Das wirke sich natürlich auch gut auf die Klimabilanz jedes einzelnen aus. Hinzu komme noch, so Graunitz weiter, eine verbesserte Betreuungssituation bei Kindern. „Komplexe Vorgänge können konzentriert und unabgelenkt abgearbeitet werden“, so Graunitz. Natürlich könnten nicht alle ins Homeoffice wechseln. Dazu zählen die mit Publikumsverkehr und die Kommunalen Dienste.

Landkreis Göttingen: Attraktiverer Arbeitgeber durch Homeoffice

In der Kreisverwaltung seien aktuell 419 Beschäftigte von 1900 für Telearbeit ausgerüstet, die Tendenz sei steigend. Das berichtet Landkreissprecher Ulrich Lottmann. Dort soll bis Ende August erst einmal Homeoffice „dort, wo es möglich und vertretbar ist“, beibehalten werden. Bereits vor der Pandemie habe die Kreisverwaltung beschlossen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber durch Homeoffice-Angebote zu steigern. Zudem spiele der Klimaschutz eine Rolle. In der Stadtverwaltung Göttingen sind etwa 95 Prozent aller „homeofficefähigen“ Mitarbeiter zu Hause. Auch dort soll nach dem 1. Juli das Homeoffice weiterlaufen, so Stadtsprecher Dominic Kimyon. (Jens Döll)

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