Masken- und Testpflicht für alle Klassen

Corona im Raum Hann. Münden: Schuljahr beginnt in Präsenz

Die Schüler im Wolfhager Land dürfen seit Freitag ohne Maske an ihrem Platz sitzen (Symbolbild)
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Im Altkreis Münden starten die Schüler ins neue Schuljahr. (Symbolbild).

Am Donnerstag beginnt im Großteil des Altkreises Münden wieder die Schule. In Staufenberg hat sie bereits am Montag begonnen. Wie sehen die Corona-Regeln aus?

Altkreis Münden – Diese Woche beginnt für Kinder und Jugendliche in Niedersachsen ein neues Schuljahr. Wenn sie ab Donnerstag, 02.09.2021, wieder Unterricht haben, gelten auch neue Coronaregeln: Präsenzpflicht, Maskenpflicht und Testpflicht. In der Gemeinde Staufenberg hat die Schule bereits am Montag begonnen.

Altkreis Münden: Schulbeginn im Pandemiemodus

Über die Rückkehr zum Präsenzunterricht freuen sich die Lehrkräfte. Zwar habe der Online-Unterricht gut funktioniert, „aber wir haben festgestellt, dass Lehrer nicht mit Technik ersetzt werden können“, sagt dazu Johanna Jesionowski, Leiterin der Drei-Flüsse-Realschule. Auch habe den Kindern im Distanz-unterricht der soziale Kontakt gefehlt. Zudem sei sie froh über die intensiven Coronatests zu Schuljahresbeginn, weil viele Familien nun aus dem Urlaub zurückkommen.

Aus demselben Grund begrüßt auch Mark Bödefeld, Leiter der Oberschule Dransfeld, die generelle Maskenpflicht. „Das stellt aber eine wirkliche Belastung dar“, gibt er zu Bedenken und unterstützt daher die vorgesehenen Maskenpausen. „Ich glaube, die Veränderungen zu den Vorjahren sind nicht so massiv“, sagt Bödefeld.

„Das macht alles keinen Spaß, aber ich habe damit gerechnet“

„Das macht alles keinen Spaß, aber ich habe damit gerechnet“, sagt Stefan Eckhardt, Leiter der Grundschule Hermannshagen. Unzufrieden ist er mit der Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit: „In der Schule ist nichts passiert. Es gibt keine Lüftungen, kein Konzept.“ Zudem rege sich Widerstand bei den Eltern. So habe er schon mit drei Müttern gesprochen, die sich auch nach Gesprächen weigerten, ihre Kinder testen zu lassen. Das Problem: Werden die Kinder nicht getestet, dürfen sie die Schule nicht besuchen. Das aber steht in Konflikt mit der Schulpflicht und zieht eine Ordnungswidrigkeit mit sich.

Auch Holger Sparbier, Vorsitzender des Stadtelternrats Hann. Münden und des Kreiselternrats Göttingen, begrüßt die Rückkehr zum Präsenzunterricht, und betont, dass Ausnahmen hiervon möglich sein müssen. Er hoffe, dass nach den ersten Wochen mit Masken- und Testpflicht ein Regelbetrieb möglich ist. Außerdem unterstütze er die freiwillige Impfung für Kinder ab zwölf Jahren und hoffe, dass sie sich gemeinsam mit ihren Eltern dafür entscheiden.

„Ich bin sehr gespannt, wie viele Schüler geimpft sind und wie sich das entwickeln wird“, sagt Gerd Reddig, Leiter der Berufsbildenden Schulen Hann. Münden. „Mein Wunsch wäre, dass Gesundheitsamt oder Schulträger ein Impfmobil an unsere Schule schicken.“ (Kim Henneking)

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