Corona-Impfnachweise

Raum Hann. Münden: Stolperstart für digitalen Pass in Apotheken

CovPass: Die App kann einfach heruntergeladen werden.
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CovPass: Die App kann einfach heruntergeladen werden.

Seit Montag gibt es den digitalen Corona-Impfnachweis. Der Start in den Apotheken im Raum Hann. Münden verlief ruckelig. Wir haben in Hann. Münden und Dransfeld nachgefragt.

Altkreis Münden – Den digitalen Impfpass zum Nachweis für eine Covid-19-Schutzimpfung stellen seit gestern bundesweit kostenlos Apotheken aus, auch in der Region Hann. Münden. Am Vormittag wurden in der Gaußturm-Apotheke Dransfeld bereits zehn Nachweise ausgestellt, informiert Inhaberin Stefanie Konstanze Schön-Heider.

Onlineportal überlastet

Das Onlineportal sei zunächst überlastet gewesen, habe dann aber funktioniert. Ein Mitarbeiter sei an einer Kasse mit einem gesonderten Laufweg für die Ausstellung der Pässe zuständig, die über das Apotheken-Portal laufe. Kunden zeigten ihre Impf- und Personalausweise vor und erhielten als Impfnachweis zwei QR-Codes.

„Ich habe das selbst ausprobiert und finde es richtig gut. Ich muss alle loben, die daran beteiligt sind“, so die Apothekerin. Von ihrer neuen Aufgabe habe sie erst aus der entsprechenden Pressekonferenz erfahren: „Es ist spannend, dass sich das Gesundheitsministerium auf uns besinnt, wenn es darum geht, etwas schnell zu erledigen. Das zeigt, wie wichtig eine Apotheke vor Ort ist.“ Denn die Apotheken hatten bereits die Verteilung der Masken und die Schnelltests kurzfristig übernommen.

„Das funktioniert aber jetzt. Ich schätze, es gab noch Wartungsarbeiten“

Die Inhaberin der Bahnhofsapotheke in Hann. Münden, Ursula Oberste-Padtberg, bestätigt, dass es bereits in der vergangenen Woche Nachfragen zu dem digitalen Impfnachweis gegeben habe. Am Montagmorgen hatte auch sie zunächst technische Probleme mit dem Portal.

„Das funktioniert aber jetzt. Ich schätze, es gab noch Wartungsarbeiten“, betonte sie, nachdem sie das erste Zertifikat erstellt hatte. „Natürlich ist es für uns Apotheker ein Vertrauensbeweis, dass wir mit dieser Aufgabe betraut werden“, so Oberste-Padtberg. Das System sei nicht völlig fälschungssicher, das gelte auch für die gelben Impfpässe auf Papier, die bereits in der Vergangenheit gefälscht wurden. „Deswegen erstellen wir das Zertifikat nur für Kunden aus der Region.“ Das sei auch in der Verordnung so festgelegt.

Der Inhaber der Rosenapotheke, Dr. Jens Herbort, erklärte, dass der Zugriff auf das Portal erst seit gestern, 8.30 Uhr funktioniere. „Wir sind da, sind vorbereitet und lernen das System jeden Tag besser kennen“, so Herbort. Er und viele Apothekerkollegen freuten sich, wenn nun nicht alle Kunden gleichzeitig für ein digitales Impfzertifikat in die Apotheke kommen. Schließlich gelte der normale Impfausweis auf Papier weiter. (Kim Henneking / Thomas Schlenz)

Mit der Corona-Warn-App und Covpass-App des Robert-Koch-Instituts können Geimpfte per Smartphone nachweisen, dass sie einen Schutz gegen Covid-19 haben, informiert das Bundesministerium für Gesundheit. Apotheken stellen gegen Vorlage des Impfausweises und Personalausweises QR-Codes aus, die per App auf dem Smartphone gespeichert werden können. Infos zu den teilnehmenden Apotheken unter mein-apothekenmanager.de

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