Corona-Impfstrategie

Corona in Niedersachsen: Standorte für Impfzentren im Kreis Göttingen stehen fest

Der Impfstoff gegen Corona soll bald kommen.
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Der Impfstoff gegen Corona soll bald kommen.

Schon bald sollen Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sein. Auch in Göttingen sollen daher Impfzentren entstehen. Mehr als 1000 Personen pro Tag sollen dort geimpft werden können.

Update vom Samstag, 28.11.2020, 21.15 Uhr: Das Land Niedersachsen bereitet sich auf die Impfung möglichst vieler Personen gegen das Coronavirus vor. Bis zu 60 Impfzentren sollen als Teil der Impfstrategie in Niedersachsen entstehen. Jetzt steht fest, wo die Impfzentren im Kreis Göttingen entstehen sollen.

Der Landkreis Göttingen will dem Land Niedersachsen die Sporthallen der Oberschule Herzberg im Kreis Göttingen und an den Berufsbildenden Schulen (BBS II) in Göttingen als Standorte für die Corona-Impfzentren vorschlagen. „Die Sporthallen sind groß genug, um bei Bedarf und je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe mehrere Impfstraßen mit jeweils bis zu zwölf Impfplätzen einzurichten. Ziel ist es, je Impfzentrum mehr als 1000 Menschen pro Tag impfen zu können“, erklärt Kreisrätin Marlies Dornieden, die Leiterin des Krisenstabes des Landkreises.

„Die Sporthallen werden nun so aus- und aufgerüstet, dass sie alle Vorgaben erfüllen“, erklärt Dornieden. In den Impfzentren sollen knapp 209.000 Personen aus dem Kreisgebiet Göttingen versorgt werden können. Eine Ausnahme stellt die Stadt Göttingen dar, die für ihre Einwohner ein eigenes Corona-Impfzentrum betreiben wird. Die Kosten für die Corona-Impfzentren übernimmt das Land Niedersachsen.

Entscheidung über Standorte für Impfzentren im Landkreis Göttingen steht bevor

Erstmeldung vom Dienstag, 24.11.2020: Landkreis Göttingen – Es müssten aber noch diverse Fragen geklärt werden. Beispielsweise laufe die Suche nach passenden Gebäuden weiter. „Unser Ziel ist, die Impfung so schnell und reibungslos wie möglich durchführen zu können“, sagt Petra Broistedt, die den Stab der Stadt Göttingen leitet. Ab wann der Impfstoff bereit liegt, stehe aktuell noch nicht sicher fest.

Im Blick der Stadt sei das Gebäude am Anna-Vandenhoeck-Ring, das für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt wurde. Im weiteren Kreisgebiet stehe der Stab in Kontakt mit den Städten und Gemeinden zu geeigneten Immobilien. „Derzeit sondieren wir mit Hochdruck verschiedene Standorte auf ihre Geeignetheit unter Berücksichtigung der vom Land vorgegebenen Parameter. Eine finale Entscheidung ist hier bis zum 30. November 2020 zu treffen“, sagt Kreisrätin Marlies Dornieden, Leiterin des Stabes des Landkreises.

Für Ausstattung und Betrieb setze der Landkreis auf Strukturen im Bevölkerungsschutz. Bis zu einer Nutzung gehe es laut Broistedt darum, zu klären, wie die Menschen dorthin kämen, wie der öffentliche Nahverkehr eingebunden werden könne, wie der Impfstoff gekühlt werden müsse, wie viel Personal benötigt werde. In der vergangenen Woche habe das Land mitgeteilt, dass es die Rekrutierung des ärztlichen Impfpersonals in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung ebenso übernehmen werde wie die Verteilung des Impfstoffs. Es solle ein bundesweit einheitliches System zur Terminvergabe geben.

Broistedt: „Der Stab wird zusätzliches Personal aus der Verwaltung, von Hilfsorganisationen und anderen Einrichtungen rekrutieren und bereitstellen, denn neben dem eigentlichen Impfen fallen auch viele weitere Aufgaben im Impfzentrum an wie zum Beispiel die Betreuung der zu Impfenden, die Betreuung der EDV und der technischen Infrastruktur oder die Bereitstellung von Sicherheitspersonal.“ In welchem Umfang dies erforderlich sei, werde in diesen Tagen erarbeitet, auch etwa, was mobile Impfteams in Einrichtungen wie Pflegeheime betreffe.

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