Von 22 bis 5 Uhr

Corona in Hann. Münden: Ausgangssperre ab Donnerstag

Um eine Stunde verkürzt sich ab sofort die Ausgangssperre im Landkreis. Wer allein unterwegs ist, darf bis Mitternacht vor die Tür. Das legt die Bundes-Notbremse fest, die nun auch vollumfänglich in Hersfeld-Rotenburg gilt, wie der Landkreis am Montag mitteilte. Unser Symbolfoto zeigt die Altstadt von Marburg.
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In Hann. Münden soll ab Donnerstag eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr gelten. Betroffen ist die Kernstadt ohne Ortsteile. Unser Symbolfoto zeigt die Altstadt von Marburg.

In Hann. Münden wird es ab Donnerstag, 06.05.2021, eine Ausgangssperre geben. Diese soll erst einmal bis 12.05.2021 gelten. Betroffen ist die Kernstadt.

+++Aktualisiert um 17.50 Uhr +++

Hann. Münden – In Hann. Mündens Kernstadt gilt ab 06.05.2021 von 22 bis 5 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre. Hintergrund ist die hohe Zahl an Neuinfektionen im Bereich der Stadt, teilte das Gesundheitsamt mit. Ausgenommen von der Ausgangssperre sei die Berufsausübung und die Versorgung von Tieren.

Hann. Münden: Ausgangssperre ab Donnerstag in Kernstadt

Von der Ausgangssperre betroffen sei der Bereich der Kernstadt ohne die Ortsteile. Die Allgemeinverfügung gelte zunächst bis Mittwoch, 12. Mai, 5 Uhr. Sie wurde bereits gestern digital im Amtsblatt für den Landkreis Göttingen sowie für die Stadt Göttingen veröffentlicht und gilt damit ab Donnerstag (06.05.2021) 0 Uhr. Als Begründung für die Ausgangssperre führt das Gesundheitsamt „ein diffuses Infektionsgeschehen ohne erkennbare Hotspots“ an. Grundsätzlich sei zwar der Inzidenzwert des gesamten Landkreises heranzuziehen, bei konkreten Infektionsgeschehen, beispielsweise bei einem Ausbruch in einer Einrichtung oder auffälligen Häufungen in einer Ortschaft, könnten aber auch lokale Maßnahmen ergriffen werden.

Hann. Münden: Infektionen sollen eingedämmt werden

Die nächtliche Ausgangssperre solle dazu beitragen, das Infektionsgeschehen vor Ort einzudämmen. Die Wirkung der Ausgangssperre werde fortlaufend geprüft. Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener bestätigte gestern die Ausgangssperre. Sie gelte für die Kernstadt mit den dazugehörigen Stadtteilen: Innenstadt, Neumünden, Altmünden, Hermannshagen, Kattenbühl und Questenberg, nicht aber für die Dörfer. Wegener geht davon aus, dass die Ausgangssperre ein Nachtreiseverbot in den betroffenen Gebieten umfasst. Die Mitglieder der Stadtratsfraktionen habe er nach Bekanntwerden in Kenntnis gesetzt, so Wegener am Mittwoch.

Vermehrte Treffen in den Nachtstunden werden angenommen

Die im Fachbereich Ordnung in den letzten drei Wochen eingegangenen Anzeigen von Verstößen gegen Kontaktbeschränkungen beträfen nur solche, die in den Abendstunden, aber insbesondere in den durch die Ausgangsbeschränkung abgedeckten Nachtstunden stattgefunden haben. Es sei davon auszugehen, dass es in den Nachtstunden vermehrt zu privaten Treffen komme, heißt es in der Allgemeinverfügung. Zur Unterbindung der Treffen und damit der Eindämmung der Verbreitung des Sars-Cov-2 Erregers sei die nächtliche Ausgangsbeschränkung ein geeignetes Mittel. Nur durch eine Begrenzung der Kontakte in der Nacht könne der steigenden Zahl von Neuinfektionen begegnet werden, heißt es in Allgemeinverfügung.

Hann. Mündenes Gastronomen sehen die geplanten Öffnungen des Landes Niedersachsen skeptisch. Viele wollen ihre Geschäfte noch geschlossen lassen.

Hohe Inzidenz in Hann. Münden

Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten in Hann. Münden lag am Mittwoch bei 118. Die lokale Inzidenz stieg somit auf 334,1, was die höchste lokale Inzidenz im Landkreis war. Landkreisweit lag die Inzidenz bei 89,6. In der Samtgemeinde Dransfeld gab es 21 akut Infizierte (Inzidenz: 117,6) und in Staufenberg 24 (Inzidenz: 218,7). Die Gesamtzahl der Infizierten stieg im Landkreis auf 7.537, akut infiziert galten gestern 602 Menschen. 

+++Aktualisiert um 17.15 Uhr +++

Hann. Münden - In der Stadt Hann. Münden gilt ab dem Donnerstag (06.05.2021) eine nächtliche Ausgangssperre. Hintergrund ist die hohe Zahl an Neuinfektionen im Bereich der Stadt. Das teilte der Landkreis Göttingen am späten Mittwochnachmittag mit.

Hann. Münden: Diffuses Corona-Infektionsgeschehen

„Da es sich um ein diffuses Infektionsgeschehen ohne erkennbare Hotspots handelt, wird diese Maßnahme durch das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verfügt“, heißt es weiter.

Dabei orientiere sich die Allgemeinverfügung an den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes des Bundes. So gilt die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr, abgesehen von Ausnahmen wie der Berufsausübung oder der Versorgung von Tieren. Betroffen ist der Bereich der Kernstadt von Hann. Münden ohne die Ortsteile. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis Mittwoch, 12. Mai, 5 Uhr.

SPD-Landtagsabgeordneter Gerd Hujahn begrüßt Ausgangssperre

Der Hann. Mündener SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn begrüßt in einer ersten Stellungnahme die Ausgangssperre: „Aufgrund des hiesgen Fallgeschehens handeln die Verantwortlichen absolut richtig. Gerade vor dem Hintergrund, dass ab Montag, 10.05.2021, die schrittweise Öffnungsstrategie des Landes greift, ist es notwendig, die Bevölkerung hier in Hann. Münden zu schützen, Kontakte nachzuverfolgen und das hohe Fallgeschehen einzudämmen. Der Gesundheitsschutz muss auch nach den vielen Monaten des Lockdowns und den damit verbundenen Einschnitten an oberster Stelle stehen.“ Hujahn appelliert an die Hann. Mündener, die AHA-Regeln einzuhalten und möglichst zu Hause zu bleiben. (Thomas Schlenz/ Kim Henneking/ Jens Döll)

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