Hohe Inzidenzen und das Wetter

Corona in Hann. Münden: Gastwirte warten weiter ab

In Tonis Sommergarten an der Bremer Schlagd wurden schon die Stühle und Schirme für die Eröffnung der Saison bereitgestellt.
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Noch verwaist: In Tonis Sommergarten an der Bremer Schlagd wurden schon die Stühle und Schirme für die Eröffnung der Saison bereitgestellt.

In Hann. Münden wollen die Gastwirte erst einmal mit dem öffnen warten. Zwar wurde die Ausgangssperre für beendet erklärt, doch die Inzidenz ist hoch.

Hann. Münden – Die weiter hohen Inzidenzzahlen in der Stadt und das für eine Außengastronomie wenig einladende Wetter halten Mündener Gastronomen weiter davon ab, zu öffnen, obwohl sie es dürften. Die neue Corona-Verordnung erlaubt seit Montag, Gäste in Restaurants, Cafés und Kneipen im Freien zu bewirten. Jetzt haben die Gastwirte Pfingsten als Öffnungstermin im Blick.

Dehoga: Wirte in Hann. Münden wollen abwarten

Allerdings, so Guido Einecke, Mündener Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), würde sich die Lage ändern, sollten die Inzidenzzahlen in Münden deutlich sinken und die Temperaturen steigen. Dann wäre auch an eine frühere Öffnung zu denken. Am Montag wollen sich die Dehoga-Gastronomen noch einmal beraten.

Mit diesem Vorgehen seien alle einverstanden gewesen, sagte Einecke nach einer Telefonkonferenz mit den Mitgliedsbetrieben.

Einig seien sich die Gastwirte auch, dass sie keine Selbsttests anbieten werden, sagte Einecke mit Blick auf die Verordnung, dass nur Gäste mit einem negativen Testergebnis bewirtet werden dürfen, es sei denn sie können eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen.

Das binde zu viel Personal, und es wäre auch ein Problem, sollte jemand im Lokal positiv getestet werden, gibt Einecke zu bedenken. Mit dem Testzentrum am Bahnhof seien schon Gespräche geführt worden, dass an Wochenenden nach vorheriger Anmeldung zusätzliche Tests für Menschen möglich seien, die in Hann. Münden einkehren wollen.

„Das ist alles total verworren“, sagt Einecke.

Die neuen Verordnungen für seine Branche findet Einecke nicht nur kompliziert, sondern teilweise auch paradox. Dabei gehe es nicht um Abstandsgebote oder Hygieneregeln, sondern etwa darum, wer in Hotels übernachten darf und wie die Gäste bewirtet werden dürfen.

So könne es zu der Situation kommen, dass Mündener nur draußen Platz nehmen dürfen, während im Hotelrestaurant die Übernachtungsgäste sitzen. Und die wiederum müssten ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben. Mündener Hotels seien also etwa für Hessen und Thüringer tabu, es sei denn, es handele sich um Geschäftsreisende. „Das ist alles total verworren“, sagt Einecke.

Am Mittwoch, 12.05.2021, endete die Ausgangssperre in Hann. Münden. Diese habe die Abwägung der zuständigen Stellen ergeben.

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