Rat in Münden

Corona-Krise: Diskussion um Öffnungsstrategie für Hann. Münden

Ein Cafébesuch mit einem negativen Schnelltest soll möglich sein, lautet eine der Überlegungen. Hier das noch geschlossene Stadtcafé in Hann. Münden.
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Ein Cafébesuch mit einem negativen Schnelltest soll möglich sein, lautet eine der Überlegungen. Hier das noch geschlossene Stadtcafé in Hann. Münden.

Öffnungen nach Göttinger oder Tübinger-Modell? Die Ratsfraktionen in Hann. Münden diskutieren dazu.

Hann. Münden – Die SPD-Fraktion im Hann. Mündener Rat plant einen Ratsantrag zum Thema „Runder Tisch Corona“. Die Verwaltung solle beauftragt werden, einen Arbeitskreis einzurichten. Dieser solle mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, der Schulen und Ärzten besetzt sein, heißt es dazu in einer Vorlage.

Arbeitskreis in Hann. Münden soll Perspektiven schaffen

Wie in anderen Städten, etwa Göttingen oder Tübingen, solle der Arbeitskreis Lösungen erarbeiten, um Bestmögliches zur Bewältigung der Coronakrise zu erreichen. Die Leitung solle eine fachkundige Person übernehmen, die von der Verwaltung benannt werden solle. Zur Begründung führt die SPD-Fraktion an, dass die Beschlüsse des Coronagipfels Widersprüchlichkeit und Perspektivlosigkeit aufzeigten.

Kritik an Konzeptlosigkeit der Landregierung

„Sie sind nicht wirklich hilfreich, um zum Beispiel den Mündener Geschäftsleuten verlässliche Orientierung zu geben“, heißt es weiter. Konzeptionslosigkeit bestehe auch bei den Vorgaben der Landesregierung für den Schulbetrieb, durch schnell wechselnde Verfügungen und Vorgaben, „was neben vielen anderen bekannten Widersprüchlichkeiten zu einer nicht hinnehmbaren Verunsicherung der Öffentlichkeit“ führe.

Niemand habe einen wirklichen Orientierungsrahmen, der über Schließung und dann wieder Öffnung zum Beispiel der Kindertagesstätten Aufschluss gebe. Das gelte auch für den Beginn des Impfens in den Hausarztpraxen. Zum Abschluss der Antragsvorlage wird auf die Beispiele Göttingen und Tübingen verwiesen und ein „Tagesticket nach negativem Coronatest“, vorgeschlagen. Das teilte der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, Dr. Joachim Atzert, mit.

Sicherheit des Einzelnen geht vor

Das CDU-Ratsmitglied Tobias Dannenberg fordert ebenfalls ein Konzept für die Innenstadt von Hann. Münden: „Eine Möglichkeit wäre ergänzend zu den Apotheken, ein Schnelltestzentrum in der Innenstadt, zum Beispiel im Rathaus, um anschließend mit einem negativen Test einen Cafébesuch oder einen Einkauf in den Geschäften zu ermöglichen“, so Dannenberg.

Voraussetzung sei die Einhaltung der Hygienevorschriften sowie die Möglichkeit der Kontaktnachverfolgung. Über allem stehe aber die Sicherheit jedes Einzelnen.

„Sollten die Teststrategien in den Modellkommunen erfolgreich verlaufen und aufgrund der entsprechenden Inzidenzwerte moderate Lockerungen möglich sein, könnten wir darauf aufbauen“, so Dannenberg. Um uns allen einen Schritt zurück in ein normaleres Leben zu ermöglichen, gelte es vonseiten der Verwaltung und der Politik frühzeitig die richtigen Weichen stellen. (Thomas Schlenz) 

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