Verstöße gegen Coronareglen

Grund für Ausgangssperre: Illegale Feiern in Hann. Münden

In der Stadt Hann. Münden darf man nach 22 Uhr nur unter besonderen Umständen nach draußen gehen.
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In der Stadt Hann. Münden darf man nach 22 Uhr nur unter besonderen Umständen nach draußen gehen.

Seit Donnerstag, 06.05.2021, gilt in Hann. Münden von 22 Uhr bis 5 Uhr am Folgetag eine Ausgangssperre. Grund dafür seien vermehrte illegale Partys und Treffen, heißt es nun.

Hann. Münden – Als einen Grund für die Ausgangssperre in Hann. Münden hat das Gesundheitsamt illegale nächtliche Treffen und Feiern angegeben, bei denen systematisch gegen Kontaktbeschränkungen verstoßen wurde. 61 Menschen sind demnach in den vergangenen drei Wochen wegen Verstößen gegen die Coronaregeln in der Dreiflüssestadt angezeigt worden.

Hann. Münden: private Treffen und Partys

Göttingens Stadtsprecher Dominik Kimyon berichtet von privaten Feiern und Treffen, die in privaten Wohnungen und in Gärten stattgefunden hätten. Auch auf öffentlichen Plätzen in der Stadt, wie auf dem Tanzwerder, auf Schulhöfen und an einer Grillhütte habe es Treffen von Menschen gegeben, die gegen die Abstands- und Hygieneregeln verstoßen hätten, so Kimyon. Eine Häufung dieser illegalen Treffen habe das Ordnungsamt der Stadt Göttingen, das für die Kontrollen zuständig ist, in den Abend- und Nachtstunden festgestellt. In einer Allgemeinverfügung war deswegen für die Kernstadt eine Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr bis Mittwoch, 12. Mai festgelegt worden.

Bürgermeister Wegener: Corona-Test ist Bürgerpflicht

Mit der Ausgangsbeschränkung in den Abend und Nachtstunden werde zusätzlich zu den bestehenden Kontaktbeschränkungen aus der niedersächsischen Corona-Verordnung eine weitere Reduzierung des Zeitkorridors für noch zulässige private Kontakte gesetzt. Diese Begrenzung sei erforderlich, um die Anzahl der unterschiedlichen Kontakte noch weiter herabzusetzen und somit für eine möglichst effektive Herabsetzung der möglichen Ausbreitung von Neuinfektionen zu sorgen. Die weitere Einschränkung der Anzahl und der Intensität von privaten Treffen, insbesondere in den Abend und Nachtstunden, sei notwendig. Damit wird in der Allgemeinverfügung die Verhältnismäßigkeit der Einschränkungen begründet.

Die Stadt Hann. Münden appellierte nochmals, die Testangebote in der Stadt zu nutzen. „Um der Gastronomie eine Perspektive geben zu können, appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger und die Besucherinnen und Besucher die angebotenen Testmöglichkeiten auch zu nutzen“, betonte Bürgermeister Harald Wegener.

Er halte das Testen für eine Bürgerpflicht, besonders mit Blick auf die Feiertage. Neben Testmöglichkeiten am Bahnhof und in der Rosenstraße mit Anmeldung gibt es auch ein Testzentrum in der unteren Rathaushalle. Eine Anmeldung dort ist nicht erforderlich.

Nicht die erste illegale Feier in Hann. Münden

Es ist nicht das erste Mal, dass in Hann. Münden bei privaten Feiern gegen die Kontaktbeschränkungen verstoßen wurde: Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte die Polizei eine illegale Corona-Party auf dem ehemaligen Abenteuerspielplatz an der Haarthstraße gestoppt. Insgesamt 18 Menschen hatte die Polizei an der dortigen Grillhütte aufgegriffen. Laut Polizei reagierten diese zudem uneinsichtig und aggressiv. (Thomas Schlenz)

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