Saison 2020

Corona-Krise zeigt sich in der Bilanz der Freibäder im Altkreis Hann. Münden

Hochbad Hann. Münden - Luftaufnahme
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Hochbad im Corona-Betrieb: Aus der Luft sind die gelben Kennzeichnungen für die Besucher im Mündener Freibad gut zu erkennen. Das Bad verzeichnet deutlich weniger Besucher als im Vorjahr.

Die Corona-Krise machte es den Schwimmbädern im Altkreis Hann. Münden schwer. Sowohl das Hochbad in Hann. Münden, als auch das Erlebnisbad in Dransfeld haben eine eher durchwachsenen Bilanz für den Sommer 2020.

Altkreis Münden – Deutlich weniger Besucher: Die Coronakrise zeigt sich auch in der Bilanz der Freibadsaison der Region. Während 2019 noch 58 500 Badegäste das Hochbad in Hann. Münden aufsuchten, waren es in diesem Jahr nur 12 500.

Hochbad in Hann. Münden: Kürze Öffnungszeit in der Saison 2020

Allerdings war das Bad in diesem Jahr auch nur 76 Tage lang geöffnet. 2019 waren es 127 Tage. Der deutliche Rückgang der Besucherzahlen sei sicher hauptsächlich dem Hygienekonzept geschuldet, sagt Marc Pfütz von den Versorgungsbetrieben Hann. Münden (VHM).

Allerdings gehe er auch davon aus, dass sich auch einige Badegäste aufgrund der Pandemie gegen einen Besuch des Bades entschieden und privat nach einer Alternative gesucht hätten, beispielsweise mit einem Pool im eigenen Garten. Nach ersten Lockerungen, wie der Öffnung der Liegewiese, sei die Besucherzahl in den Sommerferien gestiegen. Am 08.09.2020 und am 09.08.2020 habe das Bad an die 1000 Besucher gezählt.

Insgesamt habe das Bad in der Ferienzeit 8000 Besucher gehabt, im vergangenen Jahr waren es noch 17 500. Im Ergebnis bedeute das Mindereinnahmen, man sei aber den Umständen entsprechend zufrieden und dankbar, dass sich die Besucher an die Regeln gehalten hätten, betont Marc Pfütz.

Samtgemeinde Dransfeld: Erlebnisbad nur 67 Tage geöffnet

Das Erlebnisbad Dransfeld hat laut Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers ebenfalls weniger Badegäste verzeichnet als 2019. Während das Bad 2020 nur an 67 Tagen geöffnet gewesen sei, seien es 2019 noch 115 Tage gewesen. Das spiegelt sich bei den Einnahmen des Bades wider: Wurden 2019 noch 68 000 Euro eingenommen, waren es 2020 nur 25 000 Euro. „Ein Freibad ist keine gewinnbringende Einrichtung“, betont Eilers.

Im Vordergrund habe gestanden, für die Einwohner eine Freizeitmöglichkeit unter erschwerten Bedingungen vorzuhalten, so Eilers. Geringere Einnahmen hätten zumindest teilweise durch konsequente Ausgabenkontrolle kompensiert werden können.

„Wir werden mit einem blauen Auge vermutlich davonkommen und damit können wir zufrieden sein“, sagt Mathias Eilers. (Von Thomas Schlenz)

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