Hohe Inzidenz in der Stadt

Corona-Lockerungen: Wirte in Hann. Münden wollen noch warten

Tische und Stühle sind mit rot-weißem Flatterband abgesperrt
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Die Gastronomie gehört zu den Verlierern der Corona-Krise.

In Hann. Münden stehen Gastronomen den geplanten niedersächsischen Lockerungen ab Montag skeptisch gegenüber. Die Infektionszahlen in der kleinen Stadt sind hoch.

Hann. Münden – Die Öffnung der Außengastronomie soll in Hann. Münden noch mindestens eine Woche warten. Das gelte zumindest für die im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) organisierten Betriebe, erklärte Guido Einecke.

Inzidenz in Hann. Münden hoch

Die Gastronomen seien zwar froh über die Nachricht des Landes, die Außengastronomie öffnen zu können, wenn der für den Landkreis maßgebliche Inzidenz unter 100 liegt. Das sei zwar im Kreis Göttingen aktuell der Fall, allerdings hielten die Verbandsmitglieder angesichts der hohen Infektionszahlen und der hohen lokalen Inzidenz Öffnungen in Hann. Münden für nicht angebracht. „Wir können das momentan nicht verantworten“, betonte Guido Einecke. Er hoffe daher, dass die Menschen in Hann. Münden die Entscheidung verstünden.

„Das tut natürlich weh, zumal wir seit November geschlossen haben. Wir Gastronomen und Hoteliers scharren natürlich mit den Füßen, warten darauf, dass es wieder losgehen kann.“ Dazu komme, dass der Mai sonst einer der umsatzstärksten Monate sei. Viele Touristen seien in normalen Jahren dann in der Stadt unterwegs. Einige Betriebe hätten sich in den vergangenen Monaten mit Außer-Haus-Verkauf über Wasser gehalten. Besonders für die Hoteliers sei die Situation aber katastrophal. Die Verbandsmitglieder seien sich dennoch alle einig gewesen, nicht zu öffnen. „Wir wollen die Lage weiter beobachten und uns abstimmen, damit wir dann, sobald die Zahlen wieder heruntergegangen sind wieder öffnen können.“

Steigt die Inzidenz im Landkreis Göttingen noch auf über 100?

Womöglich steige die Kreisinzidenz auch noch über 100: „Öffnen, um dann direkt wieder zu schließen – das macht keinen Sinn, dann müssen wir womöglich Vorräte entsorgen.“ Er habe auch mit Hann. Mündens Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn (SPD) gesprochen.

Dieser habe die Gastronomen in ihrer Entscheidung, für den Gesundheitsschutz zu verzichten, bestärkt, so Einecke. Gastronom Michael Schobeß vom Gasthaus Weserstein ist angesichts möglicher Öffnungen ebenfalls skeptisch. Er erhofft sich ein Signal der Stadtpolitik. (Thomas Schlenz/Jens Döll)

Laut dem Landkreis Göttingen ist es ein diffuses Infektionsgeschehen in Hann. Münden. Es soll keine Hotspots geben. Auch eine Kita war betroffen.

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