Corona in Niedersachsen

Kreis Göttingen: Corona-Modellkommune in Hann.Münden vor dem Aus?

Kein Ende in Sicht: Restaurants wie „Die Reblaus“ in Hann. Münden (Kreis Göttingen) bleiben aufgrund von Corona bis auf Weiteres zu.
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Kein Ende in Sicht: Restaurants wie „Die Reblaus“ in Hann. Münden (Kreis Göttingen) bleiben aufgrund von Corona bis auf Weiteres zu.

Das Corona-Modellprojekt zur Öffnung der Innenstadt wurde in Hann.Münden (Kreis Göttingen) zunächst auf Eis gelegt. Ausschuss berät am Mittwoch (14.04.2021) über das Konzept.

Update, Montag, 12.04.2021, 15.02 Uhr: Hann. Münden – Der Start zur kontrollierten Öffnung während der Coronapandemie in niedersächsischen Modellkommunen, darunter Hann. Münden, ist vorerst verschoben worden. Grund dafür ist die angestrebte bundesweite Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes, wie das Land Niedersachsen informiert.

Kreis Göttingen: Inzidenz in Hann. Münden bei 71,9

„Bund und Länder wollen das Infektionsschutzgesetz ändern, um bundeseinheitliche Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu schaffen. Die Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner soll dabei eine wichtige Grenze sein. Überschreitet ein Landkreis diese Grenze, sollen nach derzeitigem Stand Eindämmungsmaßnahmen automatisch in Kraft treten“, wird Gesundheitsministerin Daniela Behrens in der Mitteilung zitiert. Unklar sei, was in diesem Fall für die Modellkommunen gelte. Das soll vor dem Start geklärt werden.

Der Inzidenzwert der Stadt Hann. Münden liegt mit Stand Montag bei 71,9, im Landkreis bei 61,0. Der Start war zwei Wochen nach Zusage vorgesehen gewesen. Das Projektgebiet umfasst die Innenstadt zwischen Werra, Fulda und Bahnstrecke. Über das Konzept soll der Rat im Verwaltungsausschuss am Mittwoch beraten. „Wir werden jetzt alles klären, damit alle Voraussetzungen geschaffen sind, wenn wir die Möglichkeit bekommen zu starten“, sagt Bürgermeister Harald Wegener.

Gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley und Matthias Biroth, Manager für Tourismus und Stadtmarketing, nahm er gestern Abend an einer gemeinsamen Online-Konferenz mit Vertretern von Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie teil, wie er im Voraus berichtete.

Verzögerung ermögliche bessere Planung in Hann. Münden (Kreis Göttingen)

Nach wie vor unterstütze die Gilde das Projekt, wie der Vorsitzende Andreas Sadowsky berichtet. „Es kann eine Chance für alle sein und klare Öffnungsstrategien zeigen.“ Die Verzögerung des Projektstarts ermögliche nun mehr Zeit für die Planung. „Für mich macht es nur Sinn, wenn alle mitmachen“, sagte Guido Einecke, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Hann. Münden, der nun auf ein einheitliches Konzept in der Innenstadt hofft.

Erstmeldung, Montag, 12.04.2021, 13.52 Uhr: Hann. Münden – Das Projekt der Corona-Modellkommune in Hann. Münden steht zunächst vor dem Aus. Grund ist die vom Bund angekündigte Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes. Die Kommunalen Spitzenverbände und die niedersächsische Landesregierung hatten sich deswegen verständigt, noch zu warten, hieß es vom Sozialministerium am Sonntag. Einen neuen Starttermin gebe es ebenfalls noch nicht, teilte das Ministerium mit.

„Es gilt jetzt zu klären, was passiert, wenn Modellkommunen über die 100-Inzidenz wachsen“, sagte Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens. „Vor Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ist diese Frage nicht zuverlässig zu beantworten. Diese Klarheit ist aber wichtig für die Durchführung unserer Modellprojekte.“

Corona-Modellkommune im Kreis Göttingen: Projekt in Hann.Münden vorerst auf Eis gelegt

Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener erklärte am Sonntagabend, der Infektionsschutz und damit der Schutz von Menschenleben habe selbstverständlich Vorrang. Er bedauere, dass das Projekt nun zunächst auf Eis liege. Nach wie vor sehe er aber in den Modellkommunen eine große Chance. Erst vor kurzem hatte das Land Niedersachsen Hann. Münden (Kreis Göttingen) als Modellkommune ausgewählt.

Geschäftsleute in der Stadt hatten ein geteiltes Echo zur Auswahl gegeben. Deswegen beabsichtige er nun, die Planungen für Öffnungsschritte weiterzuführen, um dann bereit zu sein, falls die Infektionszahlen es ermöglichen, so Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener. (Thomas Schlenz)

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