Schulen und Kitas verzeichnen sehr geringe Nachfrage

Corona: Notbetreuung im Altkreis Münden läuft gut an

In guten Händen: Für die Kinderbetreuung wurden Notgruppen eingerichtet (Symbolbild). 
+
In guten Händen: Für die Kinderbetreuung wurden Notgruppen eingerichtet (Symbolbild). 

Seit Montag sind die Schulen und Kindertagesstätten in der Region aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Ein Blick auf die Situation.

Landkreis Göttingen– Die Notbetreuung für Kinder, bei denen beide Eltern im Bereich sensibler Infrastruktur tätig sind, ist im Altkreis Münden am Montag angelaufen. In der Kita Scheden des Deutschen Roten Kreuzes haben die Mitarbeiter Notgruppen eingerichtet mit maximal drei bis fünf Kindern.

„Unsere Mitarbeiter haben Anwesenheitspflicht“, sagt Heike Suslik von der DRK-Kita.

Die betroffenen Eltern hätten ihre Kinder am Montag telefonisch für die kommenden fünf Wochen anmelden müssen, so Suslik. „Wir haben trotzdem zu tun und erledigen Dinge, wofür sonst wenig Zeit bleibt“, erklärt Suslik. Dazu zählten Teambesprechungen oder Fortbildungen.

Die ohnehin hohen Hygienestandards würden weiter hochgehalten, betont Suslik. Am Hann. Mündener Grotefend-Gymnasium sei am Montag ein Schüler für eine Notbetreuung erschienen, dessen Eltern beide als Mediziner tätig seien, berichtet Schulleiter Olaf Böhme. Vier Lehrkräfte würden für die Notbetreuung bereitstehen. Laut Böhme könnte die Zahl der zu betreuenden Schüler noch steigen, da beispielsweise Eltern im Schichtdienst tätig seien. Das weitere Lehrerkollegium sei im Homeoffice tätig. Lehrer könnten Schülern auch digital Aufgaben geben. Eine Verpflichtung dazu bestehe aber nicht.

An der Grundschule im Staufenberger Ortsteil Landwehrhagen erhalten derzeit etwa zehn Kinder von 8 bis 13 Uhr eine Notbetreuung, teilte Schulleiter Kilian Schröder mit. Sie wird von Lehrern übernommen. Die übrigen Kinder seien am Freitag mit Materialien und Aufgaben versorgt worden, so Schröder auf der Homepage der Schule. An der Grundschule in Uschlag gab es keinen Bedarf für eine Notbetreuung, so Schulleiter Carsten Nödel. Kein Kind sei angemeldet worden. Das Kollegium sei aber vorbereitet.

Problematisch ist unterdessen der ausfallende Schulunterricht in Göttingen. An der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS Geismar) stecken aktuell etwa 190 Schülerinnen und Schüler mitten in den Prüfungsvorbereitungen für das Abitur.

Aufgrund der Umstellung von G 8 auf G 9 an den Gymnasien sind die Gesamtschulen die einzigen Institutionen in Niedersachsen, an denen es in diesem Jahr einen regulären Abiturjahrgang gibt. Anders als ihre Mitschüler sollen die Abi-Prüflinge bereits ab dem 15. April wieder zur Schule kommen können, alle anderen erst ab dem 21. April.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.