Kontrolle der Corona-Regeln

Polizei in der Region Hann. Münden zu Silvester: „Wachsam und auf alles vorbereitet“

Feuerwerk in Northeim über über der Burgruine Hardenberg mit Verbotszeichen
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2020 wird es an vielen Orten kein Feuerwerk an Silvester geben. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln.

Silvester wird dieses Jahr wohl ruhiger als in den vergangenen Jahren. Grund ist die Corona-Krise und die damit verbundenen Regeln. Die Polizei im Altkreis Münden will deren Einhaltung kontrollieren. Besuche bei Leuten zuhause sollen aber die Ausnahme bleiben.

Landkreis Göttingen – Auf ein anderes Silvester bereitet sich die Polizeiinspektion in Göttingen vor. Das berichtet deren Leiter Rainer Nolte. „Silvester ist sowieso ein Tag, an dem die Polizei viel zu tun hat“, berichtet er. Alkohol, Partys und Feuerwerk seien eine Mischung, die die Beamten Jahr für Jahr fordere.

Dieses Jahr soll es keine großen Feiern geben und auch kein Feuerwerk. Um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren, seien die Beamten gut aufgestellt, so Nolte. Einsatz- und Streifendienst werden auf Höchststärke sein, als Unterstützung wird noch Bundespolizei hinzugezogen. Auch stehe die sogenannte Verfügungseinheit zur Verfügung, die normal zu Coronakontrollen oder bei Demonstrationen eingesetzt wird. Zudem werden die Diensthundführerstaffel der Polizeidirektion Göttingen am Silvesterabend eingesetzt werden.

Polizei: „Wir konzentrieren uns auf die Hotspots“.

Wie viele Kräfte das genau sind, kann Nolte aus taktischen Gründen nicht sagen. „Wir konzentrieren uns auf die Hotspots“. Das sei in Göttingen zum Beispiel der Albaniplatz. Allerdings seien die Kräfte auch in der Lage, auf spontane Begebenheiten zu reagieren. Wichtig seien auch die Kontrollen der ausgewiesenen Feuerwerksverbotszonen.

Die Priorität gelte dem öffentlichen Raum: „Wir werden nicht ohne Verdacht Privatwohnungen kontrollieren“, sagt Nolte, Hinweisen gehe man aber nach. „Das ist unser Job.“ Grundsätzlich empfiehlt Nolte allerdings, zuerst das persönliche Gespräch zu suchen, wenn man beispielsweise die Nachbarn im Verdacht hat, eine nicht erlaubte Party zu feiern. „Die Polizei sollte nur im Ernstfall zugezogen werden.“

Was genau auf die Beamten in der Silvesternacht zukommt, das könne man noch nicht einschätzen. „Bisher haben wir keine Informationen über geplante Zusammenkünfte.“ Nolte geht davon aus, dass sich über 95 Prozent der Bevölkerung im Gebiet der Inspektion an die Regeln hält. Vorfälle allerdings, wie in Hann. Münden, wo mehrere Personen eine Party auf einem Spielplatzgelände feierten, zeigten, dass es auch Verstöße gebe. Auf 18 Personen kommt wegen dieses Vorfalls ein Bußgeld zu.

Polizeidirektion Göttingen: Auf alles vorbereitet

„Wir sind wachsam und auf alles vorbereitet.“ Diese Aussage teilt auch die Polizeidirektion Göttingen, die ein Gebiet bis Nienburg (Weser) abdeckt. „Innerhalb der Polizeiinspektionen finden vereinzelt auch gemeinsame Kontrollen mit den Stadtordnungsdiensten statt“, heißt es in der Mitteilung. Der Fokus der Beamten liege auf Menschenansammlungen.

„Wie in der Zeit vor und nach Weihnachten dürfen sich auch an Silvester und Neujahr maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.“ Im Hinblick auf den Vorfall in Münden sagt Polizeipräsident Uwe Lührig: „Verstöße gegen die Corona-Verordnung sind keine Bagatelldelikte, gefährden andere und können hohe Bußgelder nach sich ziehen. Ein derartig rücksichtsloses Verhalten kann von uns nicht toleriert werden. Bleiben Sie vernünftig, akzeptieren Sie die polizeilichen Maßnahmen und halten Sie sich an die Regeln. Reduzieren Sie ihre Kontakte an Silvester und helfen sie somit einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern.“

„Fast schon ruhiger als die vergangenen Weihnachten“

Laut der Pressesprecherin des Polizeiinspektion Göttingen, Jasmin Kaatz, verliefen die Weihnachtstage im Gebiet der Polizeiinspektion Göttingen sehr ruhig. „Fast schon ruhiger als die vergangenen Weihnachten“, sagt sie. Allerdings seien diese Feiertage nie wirklich eine „Hochzeit der Polizeiarbeit.“  (Jens Döll)

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