Corona-Krise

Telefonbetrug mit angeblicher Infektion: Unbekannte riefen in Hann. Münden an

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Vorsicht am Telefon: Betrüger spielen mit der Angst vor einer Coronainfektion. (Symbolbild)

Mit der Angst vor einer Coronainfektion und dem angeblichen Leid von Verwanden versuchen Betrüger Kasse zu machen. In Hann. Münden wurde eine Person von Betrügern angerufen, konnte die Masche aber durchschauen. Im Raum Kassel gab es bereits solche Fälle.

Hann. Münden – Eine neue dreiste Masche haben Telefonbetrüger versucht, in Hann. Münden anzuwenden. Wie die Polizeiinspektion in Göttingen mitteilte, riefen Unbekannte einen Einwohner der Dreiflüssestadt am vergangenen Dienstag (05.01.2021) gegen Nachmittag an. Am Telefon behaupteten sie, ein Angehöriger des Mündeners liege in einem Krankenhaus in Kassel und sei sehr schwer an Corona erkrankt. Um dem Patienten zu helfen, brauche er ein teures Medikament, welches der Angerufene zahlen solle. Die angerufene Person habe geistesgegenwärtig reagierte und legte auf. Dann alarmierte die Person die Polizei in Hann. Münden.

Laut Polizei: Fälle in Kassel und Nordhessen bekannt

In Kassel und Nordhessen sei es in der vergangenen Zeit vermehrt zu solchen Fällen gekommen, heißt es von der Polizei in Göttingen, man nehme an, dass diese Betrugsmasche nun langsam in den Raum Göttingen „schwappe“. Die Polizei gehe davon aus, dass die Trickbetrüger ihre Masche in nächster Zeit fortsetzen und intensivieren werden.

Zur Prävention solcher Betrugsversuche gibt die Polizei folgende Tipps:

- Warnen Sie Ihre Angehörigen und Bekannten vor der neuen Masche.

- Ein Krankenhaus oder Arzt wird niemals bei akuter Lebensgefahr am Telefon Geld oder Wertgegenstände von Angehörigen für eine Behandlung fordern.

- Übergeben Sie daher niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte.

Bei solchen Behauptungen müsse man sofort stutzig werden. Im Falle eines solchen Anrufs oder Betrugsversuchs an der Haustür, raten die Beamten, direkt im Anschluss die Polizei zu informieren.

Betrüger lassen sich immer neue Maschen einfallen

Generell seien die Betrüger immer sehr kreativ bei ihren Taten und würden sich – wie nun wieder geschehen – neuen Gegebenheiten schnell anpassen. Während die Geschichte neu ist, ist es das Phänomen Schockanruf nicht: Diese gab es laut der Polizei Kassel auch in der Region immer wieder. Dabei war die Geschichte zuletzt folgende: Nach einem tödlichen Autounfall sei die Tochter festgenommen worden, so die Täter am Telefon. Nun drohe ihr eine Haftstrafe – es sei denn, die Angehörigen zahlen. Um gegen die Telefonbetrüger vorzugehen, setzt die Polizei auf stetige Aufklärung, so die Beamten in Kassel. (Jens Döll/Marie Klement)

Bereits im Verbindung mit einem Fall von falschen Wasserwerkern warnt die Polizei vor dem Corona-Betrug. Zu einem Besonders dreisten Fall kam es im Werra-Meißner-Kreis.

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