„Sind jederzeit für unsere Kunden da“

Versorgungsbetriebe Hann. Münden zeigen sich kulant

+
Symbolbild: Energiesperren soll es wegen Corona nicht geben. 

Angesichts der Coronavirus-Pandemie haben zahlreiche große Energieversorger in ganz Deutschland angekündigt, auf Energiesperren gegen säumige Verbraucher zu verzichten und bei bestehenden Sperren die Versorgung wieder aufzunehmen.

Auch wenn unter den Kunden der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) aktuell kein einziger wegen ausstehender Zahlungen von der Stromversorgung abgehängt ist, wollen die Verantwortlichen in den kommenden Wochen und Monaten bei mittelfristigen Zahlungsschwierigkeiten durch Umsatz- oder Verdienstausfälle Kulanz walten lassen.

„Die aktuellen Ereignisse haben uns bereits Mitte März veranlasst, als Betreiber kritischer Infrastruktur in den Pandemiemodus zu wechseln, sodass wir zu jederzeit die Versorgung mit Wasser, Wärme, Strom und Gas sicherstellen können“, sagt Geschäftsführer Jens Steinhoff.

Ein gutes Beispiel dafür sei der Fall einer schwangeren Frau, die vor wenigen Tagen im Versorgungsbereich der VHM in ein leer stehendes Haus gezogen sei, das von der Stromversorgung abgeklemmt war.

„Hier haben wir sofort gehandelt und die Versorgung unverzüglich wiederhergestellt“, sagt der kaufmännische Leiter Marc Pfütz. „Das zeigt, dass wir auch in der Krise jederzeit für unsere Kunden da sind“, so Pfütz. „Wir - und damit meine ich alle Kollegen und Kolleginnen - sind uns unserer gesellschaftlichen Verpflichtungen bewusst und leisten unseren Beitrag für die gemeinsame Herausforderung“, betont Jens Steinhoff.

Jens Steinhoff, VHM

Dazu zähle die permanente Aufrechterhaltung der Versorgung, aber auch die Erreichbarkeit für Fragen, Antworten und Lösungen per Telefon, Email und dem Kundenonlineportal. Das sei deshalb so wichtig, weil man als Teil des Pandemieplans das Kundenzentrum für den Kundenverkehr habe schließen müssen.

„Natürlich erhalten wir aktuell Anfragen von besorgten Gewerbe- und Privatkunden“, berichtet Marc Pfütz. „Hierzu ist es unsere klare Auffassung, unseren Kunden zu helfen und individuelle Lösungen zu finden, damit wir die Zeit gemeinsamen bewältigen.“ Das werde auch dadurch unterstrichen, dass man im laufenden Jahr noch keine einzige Versorgungssperrung vorgenommen habe.

Infos: www.versorgungsbetriebe.de 

Strom- und Gassperren in Deutschland

Über 4,9 Millionen Stromsperren und 1,2 Millionen Gassperren wurden deutschen Haushalten laut dem aktuellen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr aufgrund von Zahlungsrückständen angedroht. Rund 300 000 Stromsperren und 33 000 Gassperren wurden tatsächlich vollzogen. Für die betroffenen Energieverbraucher handelt es sich in jedem einzelnen dieser Fälle um eine Ausnahmesituation: Gefriertruhen tauen ab, Lebensmittel in den Kühlschränken verderben, die Heizung funktioniert nicht und ohne Waschmaschine bleiben Kleidung und Handtücher schmutzig. 

Weil sich dadurch die hygienischen Verhältnisse dramatisch verschlimmern und die Menschen keine Möglichkeit mehr haben, frische Lebensmittel zu lagern, hält der Bund der Energieverbraucher Versorgungssperren in Anbetracht der Corona-Pandemie aktuell für „ausnahmslos unverhältnismäßig und damit unrechtmäßig“. Kontakt: Büro für Energieunrecht, Tel. 02224/1231248 (montags bis freitags jeweils von 9 bis 13 Uhr) oder per E-Mail unter energieunrecht@energieverbraucher.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.