„Eine absolute Sicherheit gegen Cyberangriffe gibt es nicht“

Landkreis Göttingen und Stadt Hann. Münden auf Cyberangriffe vorbereitet

Datenklau: Hacker haben es auf Daten abgesehen. Auch das Klinikum und die Kreisverwaltung Werra-Meißner waren von einem Angriff betroffen. Symbol
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Cyberangriffe: Verwaltungen werden immer häufiger zum Ziel. (Symbolbild)

Cyberangriffe werden vermehrt für Verwaltungen zum Thema. Wie sind Hann. Münden und der Landkreis Göttingen vorbereitet? „Eine absolute Sicherheit gegen Cyberangriffe gibt es nicht“, heißt es.

Landkreis Göttingen – Angriffe auf Computernetzwerke, sogenannte Cyberangriffe, werden immer häufiger. Nicht nur Wirtschaftsunternehmen sind betroffen, auch Verwaltungen. Kürzlich wurden der Landkreis Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) und die hessische Kleinstadt Geisenheim Ziel solcher Angriffe.

Landkreis Göttingen: Notfallpläne, Aufklärung und Training

Auch für die Kreisverwaltung des Landkreises Göttingen sind Cyberangriffe ein Thema. Das berichtet Pressesprecher Ulrich Lottmann: „Eine absolute Sicherheit gegen Cyberangriffe gibt es nicht“, schränkt er aber gleich zu Anfang des Gesprächs mit unserer Zeitung ein. Trotzdem tue man das Bestmögliche, um sich vor den Angriffen zu schützen.

„So schreibt die Kreisverwaltung laufend Notfallpläne fort, trainiert mit Beschäftigten der IT-Sicherheit für den Fall von Cyber-Angriffen und prüft permanent die eigenen Systeme auf Schwachstellen“, so Lottmann. Zudem arbeite man mit Fachfirmen zusammen, die zum Beispiel Angriffssimulationen durchspielen. Schutzprogramme gegen Computerviren und sogenannte Malware (Schadprogramme) seien auf dem neuesten Stand, auch werde der Datenverkehr „nach einer deutlich höheren Sicherheitsstufe verschlüsselt als der übliche Standard“. Für den Datenverkehr gebe es schnelle Umleitungen, die im Notfall eingesetzt werden können.

Lottmann: Mensch vor dem Bildschirm mitdenken

Der Mensch vor dem Bildschirm sei ein wichtiger Faktor, der beim Schutz vor solchen Attacken mitgedacht werden muss. Dazu Sprecher Ulrich Lottmann: „Die Beschäftigten der Kreisverwaltung werden laufend über aktuelle Bedrohungen informiert, erhalten bei Bedarf Warnungen und Hinweise, wie sie sich zu verhalten haben; und es sind Vorkehrungen getroffen, dass sie nicht versehentlich Malware über Datenträger einschleusen können.“

Hann. Münden: Hackerangriffe auf das städtische Netzwerk habe es noch nicht gegeben

Neben der Verwaltung des Landkreises macht sich auch die Stadt Hann. Münden Gedanken über die Sicherheit ihrer Computersysteme. Welche Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen genau greifen, möchte die Stadt aus Sicherheitsgründen aber nicht sagen: „In der Stadtverwaltung Hann. Münden steht das Thema Cybercrime wie auch das Thema Datenschutz ganz oben auf der Agenda unserer EDV“, so Stadtsprecherin Julia Bytom.

Hackerangriffe auf das städtische Netzwerk habe es noch nicht gegeben, so Bytom weiter. Es gebe auch regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter, um sie über die Gefahren aufzuklären. (Jens Döll)

Göttingen: Verein gegen Cyberangriffe

Um Wirtschaftsunternehmen besser aus Cyberangriffe vorzubereiten, wurde in Göttingen ein Verein gegründet.

Warnmeldungen ernst nehmen

Warnmeldungen über neue Schadsoftware oder Angriffsversuche werden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und vom Niedersächsischen Computer Emergency Response Team (N-CERT) herausgegeben. Das N-CERT besteht aus einer Gruppe von Experten, die ständig die aktuelle Sicherheitslage der niedersächsischen Landesverwaltung überwacht. Das Team arbeitet mit dem Verfassungsschutz und mit dem Landeskriminalamt zusammen. 

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