Der Dachstuhl ist fertig

Das Brandhaus an der Tanzwerderstraße in Hann. Münden wird erneuert

Feierten Richtfest: Eigentümer Marius Senftner (rechts) und sein Sohn Philipp Frank.
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Feierten Richtfest: Eigentümer Marius Senftner (rechts) und sein Sohn Philipp Frank.

Beim Brandhaus in der Tanzwerderstraße geht es voran: Nachdem ein Brand am 7. März 2020 das Haus zerstört hatte, feierte Eigentümer Marius Senftner jetzt Richtfest.

Hann. Münden – „Ich bin froh, dass der Dachstuhl endlich fertig ist“, sagt er. Am Tag nach dem Brand musste das Technische Hilfswerk (THW) aus Hann. Münden den Giebel des Hauses abreißen, da er auf die Straße zu fallen drohte (wir berichteten).

„Der Rückbau des Gebäudes hat Monate gedauert“, sagt Senftner. Die Prüfung des Schadens und der Brandursache, Genehmigungen zum Wiederaufbau und eine neue Mauer für die Westwand des Gebäudes hätten vor allem Zeit in Anspruch genommen. Glücklicherweise sei der Brand im hinteren Teil des Fachwerkhauses ausgebrochen, weshalb die Vorderfassade weitestgehend unversehrt geblieben sei. Denn sie habe er, nachdem er 2014 das Haus gekauft hatte, stilgerecht erneuert. Nun fehlt noch der Innenausbau, so Senftner. Das meiste im Inneren des Hauses sei verbrannt.

Bei dem Brand Anfang 2020 war niemand verletzt worden. Ursache war vermutlich ein technischer Defekt. Es habe keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gegeben, so die Polizei damals.

Brand in Hann. Mündens Altstadt im März 2020: Fünf Stunden war die Feuerwehr im Einsatz

Etwa 100 Einsatzkräfte und drei Drehleitern waren im März 2020 in der Tanzwerderstraße im Einsatz, berichtete damals Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig. Sie verhinderten, dass das Feuer auf Nachbargebäude übergreifen konnte. Etwa fünf Stunden lang sei die Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt gewesen.

März 2020: In der historischen Altstadt von Hann.Münden ist ein Feuer ausgebrochen. Der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses stand in Flammen - über 100 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Die Betreuungseinheit des Bevölkerungsschutzes des Landkreises Göttingen betreute in dieser Nacht die Bewohner des Brandhauses sowie der evakuierten Nachbargebäude in einem Zelt auf dem Kirchplatz. Die Bewohner der Nachbargebäude hätten noch in derselben Nacht in ihre Wohnung zurückkehren können. Die Bewohner des Brandhauses seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen.

Die Kosten der Schäden und für den Wiederaufbau beträgt laut Senftner etwa 1,5 Millionen Euro. Er hofft, dass sein Haus im Herbst 2022 wieder bezugsbereit ist. Sechs Wohnungen gebe es im Haus. Im Erdgeschoss will der Inhaber des Thai-Massage-Geschäfts wieder einziehen, berichtet Senftner. Er habe sich wegen des Brandes einen anderen Standort für sein Geschäft suchen müssen.

Die Wohnungen wolle er wieder vermieten. Ob das zum gewünschten Zeitpunkt klappt, hänge aber davon ab, wie schnell er Handwerker bekommen könne. Das sei schon kurz nach dem Brand schwierig gewesen.

Dass nun noch vor Weihnachten das Richtfest gefeiert werden konnte, hat er aber den beteiligten Handwerks-Firmen und dem Architekturbüro zu verdanken, betont Senftner. (Natascha Terjung)

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