Freude über die Entscheidung

Das sagen die Grünen im Altkreis Münden zu Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin

Die Grünen im Altkreis befürworten die Entscheidung, Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin der Grünen zu ernennen.
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Die Grünen im Altkreis befürworten die Entscheidung, Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin der Grünen zu ernennen.

Annalena Baerbock ist Spitzenkandidatin und damit auch die erste Kanzlerkandidatin der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei einer Bundestagswahl. Wir haben mit den Ortsvereinen der Partei im Altkreis Münden über die Entscheidung gesprochen.

Altkreis Münden – „Ich freue mich, dass wir nun eine Kandidatin haben und dass alles ohne Streit und friedlich über die Bühne gegangen ist“, sagt Hartmut Teichmann vom Vorstand der Grünen in Hann. Münden. Es habe sich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass Annalena Baerbock und Robert Habeck ein hervorragendes Team seien. Seiner Meinung nach wären beide fähig gewesen, die Kandidatur auszufüllen.

„Aus dem Bauch heraus hätte ich mir Robert Habeck gewünscht. Aber so wie es jetzt gemeinsam von beiden entschieden wurde, ist es gut“, sagt er. Mit Blick auf die unklare Kandidatenfrage bei der Union erklärte Hartmut Teichmann: „Ich finde es traurig, was da passiert, zumal Markus Söder sein Versprechen nicht eingelöst hat, sich von der Kandidatur zurückzuziehen. Umfragen allein spiegeln immer nur einen Moment wider. Sich nur daran zu orientieren, halte ich für ein schlechtes Omen“, so Teichmann.

Auch beim Ortsverband der Grünen in Dransfeld ist man sehr zufrieden mit Baerbock als Kanzlerkanditatin: „Es ist wichtig, dass die beiden diese Entscheidung gemeinsam getroffen haben“, sagt Ortsverband-Vorsitzender Ernst Achilles-Wengel. Man sei bei den Grünen in der komfortablen Situation gewesen, dass sowohl Habeck als auch Baerbock sehr geeignete Kandidaten seien.

„Die Zwei haben bewiesen, dass sie ein gutes Team sind“, so Achilles-Wengel. Dies werden sie auch beim gemeinsamen Wahlkampf unter Beweis stellen. Mit Blick auf die Entscheidungsfindung bei der Union sagt Achilles-Wengel: „Was da gerade passiert, schadet der Demokratie. Deshalb gibt es da keine Häme von unserer Seite, sondern nur die Hoffnung, dass dort möglichst schnell eine Lösung gefunden wird.“

Vorstandssprecherin Margret Beisheim von den Grünen in der Gemeinde Staufenberg bezeichnet die Ernennung Baerbocks zur Spitzenkandidatin als „erfrischend“. „Ich freue mich sehr über die Entscheidung“, sagt sie. Habeck allerdings, sei auch ein guter Kandidat gewesen.

Sie sei überzeugt davon, dass die Kandidatenfindung der Partei in geregelten Bahnen verlief und es eine glückliche Einigung war. Natürlich sei es Baerbock zugutegekommen, dass sie eine Frau sei. Dies entspringe aus dem „Grünen Selbstverständnis“. „Ich denke, die komplette Partei unterstützt Annalena“, sagt Beisheim.

„Annalena Baerbock steht ein für mehr Klimaschutz, eine funktionierende Gesundheitsversorgung und für ein neues Verständnis von politischer Führung. Wichtige Faktoren die unser Land unbedingt benötigt um die anstehenden Probleme der Zukunft bewältigen zu können“, heißt es in einer Stellungnahme weiter.

Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin zeigte sich erfreut über die Kanzlerkandidatin. Es sei deutlich geworden, dass auch schwierige Entscheidungen von Grünen in Ruhe getroffen werden. Baerbock stehe für den Anspruch, Deutschland nach Jahren des „großkoalitionären Stillstands“ zu verändern. Mit ihr wollen die Grünen „führende Kraft in Deutschland werden“, so Trittin. (Thomas Schlenz/Jens Döll/William Abu El-Qumssan)

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