Debatte um Fusion der Realschulen

Hann. Münden. Weil die Zahl der Schüler sinkt, wird nun darüber debattiert, wie die Schullandschaft in Münden neu geordnet werden muss.

In sieben Jahren ist die Zahl der Schüler an den weiterführenden Schulen in Hann. Münden um rund 31 Prozent zurückgegangen - von 2308 im Schuljahr 2005/2006 auf 1584 im Schuljahr 2013/2014. „Es besteht Handlungsbedarf“, sagt Kreisrat Marcel Riethig (SPD). Die Schullandschaft im Altkreis Münden müsse angesichts des Geburtenrückgangs neu geordnet werden, so der Schuldezernent. Er empfiehlt, das dreigliedrige Schulsystem in Hann. Münden beizubehalten, aber über eine Fusion der beiden Realschulen zu diskutieren.

Das sind die Werra-Realschule in der Altstadt und die Drei-Flüsse-Realschule an der Göttinger Straße.

Er werde seinen Vorschlag, sofern er einen Auftrag des Kreistags dazu erhalte, mit den Schulgemeinden vor Ort besprechen. Die Diskussion solle in Ruhe geführt werden, zunächst müsse die Schulgesetznovelle in Niedersachsen abgewartet werden, in der der Landesgesetzgeber die Hürde zur Errichtung einer Integrierten Gesamtschule niedriger setzen wolle.

Bei der Frage nach einer Integrierten Gesamtschule in Hann. Münden sieht der Schuldezernent keinen Druck, da es in der Umgebung von Hann. Münden Gesamtschulen gebe, die angewählt werden können. Er folge nicht dem Ratschlag der Gutachter des Büros biregio, in Hann. Münden eine Integrierte Gesamtschule zu gründen.

Riethig betonte, für ihn als Schuldezernent sei entscheidend, „was die Eltern wollen und was die Schule will.“ Dass sich die Schullandschaft in Münden ändern müsse, ist den Leitern der vier weiterführenden Schulen bewusst. Das sind neben den Realschulen die Schule am Botanischen Garten, eine Hauptschule, und das Grotefend-Gymnasium. Zum Ende des Schuljahres wollen sich die vier Schulleiter zusammensetzen, um eine Perspektive zu erarbeiten, sagte der Leiter der Werra-Realschule, Rolf Wiegräfe. (kri)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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