Umweltschützer zogen durch die Stadt

Demo für den Klimanotstand in Hann. Münden

+
Lautstark unterwegs: Unser Bild zeigt die Klimademonstranten mit Organisatorin Sara Drubel (links mit Megaphon) auf dem Weg durch die Stadt mit Trillerpfeifen und Sprechchören. 

Die „Fridays for Future“-Ortsgruppe Hann. Münden hatte Klimaschützer unterschiedlichster Organisationen aus Göttingen und Kassel aufgerufen, an ihrer Demonstration in Hann. Münden teilzunehmen.

Einladungen waren an „Fridays for Future“ Göttingen und Kassel, Greenpeace, „Extinction Rebellion“ (Kassel, Hann. Münden, Göttingen), „Kassel kohlefrei“ , „Klimabündnis Kassel“, „Parents vor Future Göttingen“ und „Scientists for Future Göttingen“ gegangen.

Knapp 50 Teilnehmer trafen vor den Versorgungsbetrieben Hann. Münden ein. Anlass für die Demo war die zeitgleiche Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Hann. Münden, bei der das Thema Klimanotstand für die Region Hann. Münden auf der Tagesordnung stand.

„Eine Regierung oder Verwaltung die den Klimanotstand ausruft, erkennt damit an, dass Maßnahmen zum Klimaschutz dringend ergriffen werden müssen. Der Klimanotstand ist ein symbolischer Akt des Rates, der sicherstellen soll, dass bei allen Entscheidungen der Klimaschutz höchste Priorität hat“, erläuterte Drubel.

Die Demo hatte das Ziel der Forderung den Klimanotstand auszurufen mehr Nachdruck zu verleihen. Unter polizeilicher Begleitung startete der Tross Richtung Innenstadt. Ecke Wilhelmstraße-Böttcherstraße legten sie einen Stopp ein und machte sich mit Sprechchören wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“ oder „Was wollen wir: Klimanotstand. Wann wollen wir das: Jetzt“ bemerkbar.

Mit bemalten Schildern machten die Demonstranten auf sich aufmerksam.

In der Ratssitzung saßen von Anfang an zwei Mitglieder von „Scientists for Future“ und fünf Mitglieder der „Fridays for Future“ Bewegungen.

Die untere Bahnhofstraße wurde im Anschluss temporär mit den mitgebrachten Bannern und Tüchern versperrt, bevor es durch die Innenstadt ging: „Von der blauen Erde kommen wir, unser Klima stürzt genau so ab wie wir und reiten den Planeten immer schneller in den Keller, von der blauen Erde kommen wir“, sangen die Teilnehmer. „Das was wir uns gewünscht haben ist in Erfüllung gegangen. Es wurde in der Sitzung beschlossen, dass eine Empfehlung für den Ausruf der Klimanotlage an den Verwaltungsausschuss weitergegeben wird. Wir hoffen, dass aus Worten Taten folgen, und würden uns freuen, wenn wir zukünftig mehr Rückmeldungen vom Rat bekommen würden“, so Organisatorin Sara Drubel nach der Sitzung.

Einige Forderungen

  • Im Bereich der Energieförderung der Bau von Photovoltaikanlagen auf Privatgebäuden durch Bauauflagen und Subventionen
  • Die hervorragende Eignung des Grotefend-Gymnasiums für Photovoltaikanlagen soll in den Kreistag eingebracht werden 
  • Schaffung von neuen Fahrradparkplätzen, Vergünstigungen des ÖPNV, für Schüler, Auszubildende und Senioren 
  • Einstellung eines Klimamanagers, der unterstützend an allen beschlossenen Maßnahmen mitarbeitet sowie dessen regelmäßige Berichterstattungen 
  • Aufklärungsprogramme über Klimakrise in den Schulen und Kitas

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.