Den Zusammenhalt gefeiert

Hann. Münden: Festwoche bringt über 20 000 Euro fürs Hospiz

Die Band Madison trat auch beim Inselfest in Hann. Münden auf.
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Die Band Madison trat auch beim Inselfest in Hann. Münden auf.

Das Beats for Hospiz und die Inselwoche auf dem Doktorwerder haben insgesamt über 21 000 Euro an Spenden für das Awo-Hospiz in Hann. Münden eingebracht.

Hann. Münden – „Ich bin überwältigt über so viel Hilfsbereitschaft“, sagt Spendenbeauftragte Jutta Nickel. Nachdem am ersten Freitag ein Teil des Beats for Hospiz wegen Schlechtwetters ausgefallen war, hätten in den darauf folgenden Tagen viele Mündener und Gäste die Gelegenheit genutzt, bei Cocktails der Musik zu lauschen und dabei Gutes zu tun. „Es war wieder ein generationenverbindendes Fest, jüngere und ältere Besucher haben den Zusammenhalt gefeiert“, sagen die Organisatorinnen Jutta Nickel und Britta Barth.

Es sei eines der größten Feste gewesen, die in der Woche im Landkreis stattfanden. „Als am Samstag zum Abschluss der Song ‘Angels’ angespielt wurde, hatten alle Gänsehaut“, sagt Schirina Hasani, die ebenfalls hinter den Kulissen mitwirkte. Viele Besucher hätten sich darüber gefreut, dass endlich wieder ein Fest stattfinden konnte. „Und das alles völlig ohne irgendwelche Zwischenfälle, Randale oder Ärger. Es war ein rundum friedliches Fest“, so Hasani.

Einige Besucher seien sogar mehrfach da gewesen. „Eine ältere Dame war jeden Abend da, hat getanzt und ist richtig mit der Musik mitgegangen“, erinnern sich die Organisatorinnen. Genau wegen solcher Erlebnisse seien das Beats for Hospiz und die Inselwoche Höhepunkte des Jahres. „Obwohl es viel Arbeit ist, machen wir das gern für unser Hospiz“, sagt Britta Barth. Besonders loben Jutta Nickel und Britta Barth die Unterstützung der Behörden, die das Fest in Coronazeiten erst möglich gemacht hätten. Und Jutta Nickel bedankt sich bei Britta Barth Events und allen Unterstützern und ehrenamtlichen Helfern.

Geld für Hospiz im Katastrophengebiet in Ahrweiler

„Wir haben die schrecklichen Bilder der Flut in den Medien gesehen und wussten sofort – wir wollen helfen“, sagen Britta Barth und Jutta Nickel. Beim Inselfest auf dem Doktorwerder sei ihnen deswegen die Idee gekommen, zusätzlich Geld für die Flutopfer zu sammeln.

Die Spendenbereitschaft war hoch: „Wir haben in kurzer Zeit 1000 Euro zusammen bekommen“, sagt Jutta Nickel. Das Geld soll nun einem Hospiz in Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz zugutekommen, das durch die Flutkatastrophe schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist.

„Das Hochwasser hat so schlimm gewütet, dass das Hospiz evakuiert werden musste“, berichtet Jutta Nickel, Öffentlichkeitsbeauftragte beim Hospiz Hann. Münden. Für ein Hospiz sei eine Evakuierung eine besonders schwierige Situation: „Ohne Strom funktioniert beispielsweise ein Diffusor für die Medikamentengabe nicht“, erklärt Jutta Nickel. Die Leitung des Hospizes in Ahrweiler habe deswegen Räume für die zehn Gäste anmieten müssen. Das bedeute zusätzliche Kosten. Außerdem seien dort mehrere Mitarbeiter ausgefallen: „Deren Häuser sind teilweise weggeschwemmt worden.“ Eine Mitarbeiterin dort habe berichtet, dass viele Menschen alles verloren hätten, so Nickel.

„Die Lage in den Überflutungsgebieten ist schrecklich, wir hoffen, dass wir mit dem Geld die Not ein wenig lindern können“, sagt Jutta Nickel. Zusammen mit Britta Barth wolle sie das Geld persönlich vorbeibringen. (Thomas Schlenz)

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