Veranstalter sind zufrieden

Denkmalkunst-Festival in Hann. Münden geht zu Ende

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Bekam den Preis der Stadt Hann. Münden: Peter J. M. Schneider erhielt den Preis aus den Händen der Vertreterin des Bürgermeisters, Nortrud Riemann.

Nach neun Tagen ist das DenkmalKunst-KunstDenkmal-Festival (DKKD) in Hann. Münden mit einer Abschlussveranstaltung  zu Ende gegangen.

Das DenkmalKunst-KunstDenkmal-Festival (DKKD) ist am Sonntagabend mit einer großen Abschlussveranstaltung in der voll besetzten St. Blasiuskirche zu Ende gegangen. Neun Tage lang hatten rund 100 Künstler ihre Werke in der Drei-Flüsse-Stadt präsentiert. Insgesamt gab es 50 Veranstaltungen und laut Veranstalter über 4000 Besucher.

„Das war ein saugutes Festival“ sagte der erste Vorsitzende des Vereins Denkmalkunst, Hermann Staub, bei der Abschlussveranstaltung mit sichtlicher Zufriedenheit, bevor Christian Möller an der Orgel das Lied „We are the champions“ von Queen anspielte. Laut den Organisatoren zeichnet sich ab, dass sich Kosten und Einnahmen in diesem Jahr die Waage halten. „Wir sind auf einem guten Weg zur schwarzen Null“, betonten sie bei der Abschlussveranstaltung.

Hermann StaubErster Vorsitzender Denkmalkunst

Johann Dieckmann aus Hagen sprach in seiner Rede von „eindrucksvollen Veranstaltungen und Workshops“ und lobte das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer: „Man braucht für solch eine Veranstaltung Bürger mit Tatkraft. Ich kenne kein vergleichbares Beispiel für Bürgerengagement wie hier in Münden“, so Dieckmann. Gebäude und andere Orte in Altstädten seien „geronnene Geschichte“, die man erlebbar machen müsse. Das sei in Hann. Münden zum wiederholten Mal gelungen, betonte Dieckmann. Bürgermeister Harald Wegener war wegen eines Austauschbesuchs mit dem französischen Suresnes nicht vor Ort. Er ließ sich bei der Abschlussveranstaltung von Nortrud Riemann vertreten. Wie ihre Vorredner hob sie den großen Einsatz aller Beteiligten hervor: „Die Hälfte der Vereinsmitglieder hat sich aktiv engagiert. Wer Vereinsarbeit kennt, weiß, das ist nicht normal“, sagte Riemann. Ohne die Hilfe der Bürger der Stadt und aus den verschiedenen Ortsteilen sei es unmöglich, das Festival auf die Beine zu stellen. „Ich wünsche mir, dass das so weiter geht“, erklärte die Vertreterin des Bürgermeisters.

Neben dem Publikumspreis, der in diesem Jahr zwei Mal vergeben wurde, gab es erstmals einen mit 1000 Euro dotierten Preis der Stadt Hann. Münden.

Denkmalkunst in Hann. Münden

Das DenkmalKunst-KunstDenkmal-Festival (DKKD) wird vom gemeinnützigen Verein Denkmalkunst organisiert. Nach Angaben der Veranstalter wird das Festival von über 100 Ehrenamtlichen getragen. Das erste Festival wurde 2007 auf Initiative von Uta von Schenck und Bernd Demandt in Hann. Münden ausgerichtet. Seitdem findet es etwa alle zwei Jahre statt. Mithilfe der Kunst soll laut der Initiatoren wieder Leben in leer stehende Altstadtgebäude gebracht werden.  

Stadt und Publikum ehrten DKKD-Teilnehmer

Es war eine feierliche Stimmung als in der Hann. Mündener St.-Blasius-Kirche am Sonntagabend die Preisträger des Publikumspreises und des Preises der Stadt Hann. Münden vergeben wurden. „Ich bin völlig bewegt, insbesondere von dem, was die Ehrenamtlichen hier auf die Beine gestellt haben“, sagte Peter J. M. Schneider, als er aus den Händen von Nortrud Riemann den mit 1000 Euro dotierten Preis der Stadt entgegennahm. Der bildende Künstler und Logopäde lebt und arbeitet im niederländischen Vaals. Seine Installation trug den Titel: „Grenzen werden durchlässig“. „Ich bedanke mich nicht nur für diesen tollen Preis, sondern auch für das wundervolle Erlebnis, was ich hier in den vergangenen Tagen erleben durfte“, ergänzte der Künstler lächelnd. 

Der Publikumspreis war in diesem Jahr geteilt worden. Es gab also zwei Publikumspreise jeweils im Wert von 500 Euro. Hermann Staub begründete dies damit, dass die Ausgezeichneten bei der Jury nur mit einer Stimme Abstand aufeinanderfolgten. Einer der Publikumspreise ging an Stefan Link. Der Holzbildhauer hatte sein Werk bei Kohlen-Hesse in der Ziegelstraße gezeigt. Den anderen Publikumspreis erhielt die Künstlergruppe um Daniel Wolf, Florian Schäfer und Sarah Wolf, für Dr. Wolfs Wunderkammer. In ihrer Kammer gibt es unter anderem Kunst, Mythologie und Kurioses zu sehen (HNA berichtete). 

Wichtig für regionale Kulturförderung

Stellvertretend für die Künstler sprach an diesem Abend Gabriele Schaffartzik, die in der Burgstraße ihre Ausstellung mit dem Titel „Fabelwesen" präsentiert hatte. Eine Veranstaltung wie das DKKD-Festival sei wichtig für die regionale Kulturförderung, aber auch für die teilnehmenden Künstler: „Es hilft uns dabei, Netzwerke zu bilden. Ins Gespräch kommen ist wichtig für die künstlerische Arbeit.“ Für sie, die bereits mehrfach am DKKD in Hann. Münden teilgenommen hat, sei es „sehr motivierend, hier teilnehmen zu können.“ Besonders hob sie die perfekte Organisation des Festivals und die Arbeit der Aufsichten hervor, die sie, wie auch ihre Kollegen“ als sehr angenehm empfunden hätten.

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