Der Mensch steht für ihn im Mittelpunkt

Detlef Büchner vom DRK-Kreisverband Göttingen geht in den Ruhestand

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Detlef Büchner wird in Kürze seinen Ruhestand antreten: Doch bis es so weit ist, möchte er noch einiges aufarbeiten, um der Nachfolgerin den Einstieg zu erleichtern.

Nach 47 Jahren Berufstätigkeit tritt der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Göttingen, Detlef Büchner, am 1. Dezember in den Ruhestand.

Seit seinem 17. Lebensjahr fühlt sich Detlef Büchner zum DRK hingezogen, er wirkte beim Sanitätsdienst und beim Katastrophenschutz aktiv mit. Für ihn nach wie vor wichtig: Der Mensch steht im Mittelpunkt. „Das habe ich auch immer versucht umzusetzen“, betont er. 

Konsequenz und klare Linien bestimmten seine Arbeit. So beispielsweise hat er jede E-Mail beantwortet, hatte immer eine offene Tür für die Mitarbeiter, hat deren Sorgen und Nöte ernst genommen. Doch auch an sich selber hat er gedacht: Die betrieblichen Sorgen hat er zum Feierabend an der Garderobe hängen gelassen, und sie am nächsten Morgen wieder angegangen. 

Besonders am Herzen lagen ihm die elf Kitas im Altkreis Münden (nach Fusion 16). Er setzte sich für verlängerte Öffnungszeiten, für Krippengruppen, für integrative Gruppen und für qualifizierte Fortbildung der Erzieherinnen ein. „Es war mir sehr wichtig, den gehobenen Ansprüchen der Eltern auch gerecht zu werden“, sagte er.

Die Sozialstation hat Büchner 15 Jahre lang, einige Jahre als Geschäftsführer, begleitet, den Hausnotruf ins Leben gerufen und den Familien unterstützenden Dienst (FUD) mit aufgebaut. Inzwischen werden 220 Familien von 80 ehrenamtlichen und 30 hauptamtlichen Mitarbeitern betreut. Unter seiner Regie fand die Zentralisierung des Katastrophenschutzes statt.

Nicht nur um Fachkräftemangel in den Bereichen Pflege, Kitas und Krankentransport sorgt er sich, auch in der Nachfolge der Vorsitzenden der Ortsverbände sieht er eine Krise. „Es wird immer schwieriger Menschen für diese Aufgaben zu finden“, weiß Büchner. „Niemand möchte sich für feste Zeiten verpflichten, um Führungsaufgaben in der Freizeit zu übernehmen“. Er selbst ist in seinem Wohnort Hundelshausen in vielen Vereinen und Institutionen ehrenamtlich tätig, im Kulturverein ist er Vorsitzender.

Diesen Aufgaben wird er sich im Ruhestand noch intensiver widmen. Außerdem ist er noch Sprecher der Wohlfahrtsverbände der Stadt und des Landkreises Göttingen. „Ohne Unterstützung durch meine Ehefrau wären dieser fordernde Beruf und die Ehrenämter nicht möglich gewesen“, so Büchner.

Zur Ruhe kommen wird er auch im Ruhestand nicht. An erster Stelle steht die Familie, zu der neben seiner Frau zwei Kinder mit Partnern und sechs Enkelkinder zwischen drei und 17 Jahren gehören. Kirchlich möchte er sich noch mehr engagieren als bisher, absolviert zurzeit eine Ausbildung zum Lektor. Um sich fit zu halten, steht Schwimmen an. Sein Hobby, eigene Obstplantagen, wird er beibehalten. Vor einigen Jahren haben er und seine Frau ihre Freude an Kreuzfahrten entdeckt. Da gibt es noch viele Traumziele, die sie ansteuern. 

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