Deutsch-griechisch ging es beim Fest im mittelalterlichen Dorf zu

Besuch aus Berlin: Die Band „PS“ brachte mit ihrer Musik einen Hauch von Griechenland mit.

Hann. Münden. Südländische Gitarrenklänge waren am Sonntag im Mittelalterdorf Steinrode zu hören. Beim ersten Griechisch-Deutschen Sommerfest kamen die Besucher in den Genuss von griechischer Musik, verschiedenen Weinen und kulinarischen Spezialitäten.

Die Berliner Band „PS“ mit griechischen Wurzeln und die Mündener Indie-Folk-Band Deep River sorgten für die passende Musik.

Vor genau zehn Jahren haben Jugendliche aus dem griechischen Dorf Asprangeli im Rahmen einer Jugendbegegnung beim Aufbau des Mittelalterdorfs Steinrode geholfen, was in einer Fotodokumentation im Mittelalterdorf zu sehen war. Im Zweiten Weltkrieg war Asprangeli sehr durch die Hand der Deutschen in Mitleidenschaft gezogen worden, es wurde fast gänzlich niedergebrannt. Darum war es und ist es auch heute noch wichtig, die Beziehung der Generationen zu stärken und ein Miteinander herzustellen.

Zehn Jahre nach dieser Jugendbegegnung, die von Hendrik Abel, damals tätig für die Jugendhilfe Göttingen, organisiert worden war, soll bald eine erneute Begegnung im Mittelalterdorf stattfinden. Im Oktober wird Geert Platner vom Verein Libellula nach Griechenland reisen und dort die ersten Schritte zu einer Deutsch-Griechischen Jugendbegegnung in Steinrode in die Wege leiten.

Sowohl der Verein als auch Hendrik Abel, der die Begegnung gerne wieder begleiten würde, hoffen, dass es schon im kommenden Jahr so weit sein kann. Dann, so ist geplant, sollen wieder griechische Jugendliche nach Steinrode kommen, um dort gemeinsam mit Jugendlichen aus Deutschland die Palisaden zu erneuern und bei der Arbeit internationale Freundschaften knüpfen.

„Umweltbildung ist in jedem Land wichtig und trägt einen großen Teil zur Lösung globaler Probleme bei“, erklärt Christian Platner, Vorsitzender des Vereins Libellula. „Die Jugendlichen erleben gemeinsam naturnahes Arbeiten, lernen eine Verbundenheit zur Natur kennen und friedlich im Einklang mit der Natur zu leben, das ist die Grundlage für unsere Zukunft“, so Christian Platner weiter.

Beim Griechisch-Deutschen Sommerfest am Sonntag war die Stimmung im Dorf sehr friedlich und gleichzeitig temperamentvoll. Die Besucher ließen sich die griechischen Spezialitäten schmecken und informierten sich über die Arbeit des Vereins und Pläne für die Zukunft. Bei strahlendem Sonnenschein genossen sie Musik und Wein. (zwh)

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