Dezember war mild und trocken: Von Kälteeinbruch nicht die Rede

Hann. Münden. Das Jahr 2014 war insgesamt viel zu warm, das galt auch für den Dezember.

Der Dezember setzte mit einem Temperaturmittel von plus 2,6 Grad Celsius (C) und damit einer positiven Temperaturabweichung von 0,9 Grad gegenüber dem Zehn-Jahres-Mittel die seit Oktober andauernde Folge deutlich zu milder Monate fort. Damit ist der Winterauftakt wie in den vergangenen drei Jahren zu warm, letztmalig begann der Winter im Jahr 2010 zu kalt.

Immerhin war der diesjährige Monatsauftakt zunächst recht frostig. Am 2. kam es zu Schneefall und zur Ausbildung einer sehr dünnen Schneedecke, am 3. herrschte erstmals in diesem Winterhalbjahr leichter Dauerfrost. Allerdings war es damit bereits ab dem 4. vorbei, bis zum 10. blieb es aber nasskalt und recht windig.

Am 11. und 12. intensivierte sich die westliche Strömung und es kam zu einem Wintergewitter mit Graupel (11.) und am 12. zu stürmischen Böen, Stärke 8.

Vom 13. bis 17. beruhigte sich das Wetter etwas, es blieb aber etwas zu mild und unbeständig. Am 18. und 19. strömte dann von Südwesten subtropische Luft in unsere Region und die Temperaturen stiegen über die 10?C-Marke an. Die Folgetage waren zwar nicht ganz so warm, aber immer noch deutlich über dem für diese Jahreszeit zu erwartenden Temperaturniveau. Auch an Heiligabend und dem ersten Weihnachtsfeiertag bestimmten sehr milde Luftmassen unser Wetter.

Es blieb dabei windig, allerdings kam es nur zu leichten Regenfällen. Am zweiten Feiertag überquerte eine Kaltfront unsere Region und es wurden aus nördlichen Richtungen deutlich kältere Luftmassen herangeführt. Dabei blieb es zunächst eher trocken mit Nachtfrost. Am 29. und 30. kam es aber zu Schneefall und kurzzeitig bildete sich eine etwa 5 cm hohe Schneedecke aus, die aber zur Jahreswende bereits wieder abtaute.

Mit insgesamt 31,4 Liter je qm Niederschlag war der Monat zu trocken (Mittelwert 47,2 Liter je qm), mit 18 Stunden Sonnenschein fehlen etwa 2 Stunden zum Normalwert. Der milde Winter wird sich zunächst weiter fortsetzen. Es wird wohl zu wiederholten Niederschlägen (meist Regen) und kräftigem Wind kommen.

Erst nach Monatsmitte deutet sich zurzeit winterliches Wetter an, dies ist aber natürlich aus heutiger Sicht noch sehr unsicher. (zkn)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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