Vertonte Gruselgeschichten

„Die Legende von Nord“ spielt Metal mit deutschen Texten - Band wurde in Hann. Münden gegründet

Durch Corona ausgebremst: Daniel Schmeister (von links), Martin Salten, Emanuel Wallat, Tobias Giese und Yannick Schmitz sind Die Legende von Nord.
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Durch Corona ausgebremst: Daniel Schmeister (von links), Martin Salten, Emanuel Wallat, Tobias Giese und Yannick Schmitz sind Die Legende von Nord.

Die Band Die Legende von Nord spielt lauten Metal-Sound mit deutschen texten. Gegründet wurde die Formation in Hann. Münden. Die Corona-Krise bremste die Musiker erst einmal aus.

Göttingen/Hann. Münden – Hart, kalt und laut, mit vertonten Horrorgeschichten. So bezeichnen die Mitglieder der Band „Die Legende von Nord“ selbst ihre Musik, die dem Genre Metal zuzuordnen ist.

Der Entschluss zur Gründung der Formation wurde 2014 in Hann. Münden gefasst, berichtet Bandmitglied Martin Salten aus Gimte. Der Gitarrist war bereits in den Bands „Hexaphonics“, „Best Before Monday“ und „4 Of A Kind“ im Altkreis Münden aktiv und ist in der Szene kein Unbekannter.

Die Idee zur Gründung kam in Hann. Münden

Bei einer Musikveranstaltung der Destille Kunst sei beschlossen worden, so Salten, dass aus Back in Basement die Band „Die Legende von Nord“ wird. Ein Jahr später fanden dann die ersten Proben in der aktuellen Besetzung statt. „Als Gründungsdatum gilt der 3. Oktober 2015“, berichtet Gitarrist Salten, der in der Band unter „Die Omma“ bekannt ist. Neben dem Gimter Salten sind in der Band: Emanuel Wallat aus Fredelsloh (Stadt Moringen, Landkreis Northeim), Tobias Giese aus Wolfsburg, der in Scheden aufwuchs, Daniel Schmeister aus Hann. Münden und Yannick Schmitz aus Wolfsburg.

Den Gesang von Frontmann Emanuel Wallat, genannt „Emu“ beschreibt die Band selbst als „vom Teufel persönlich geschickt.“ Ihre Texte sind auf Deutsch und drehen sich um düsteren Seiten der Welt. „Thematisiert werden die dunklen Seiten der menschlichen Seele, die Angst vor dem Tod, bizarre Ereignisse und weiteres dieser Art. Ein Happy-End gibt es in diesen Geschichten nicht. Vom Albtraum, der wahr wird, bis hin zur tragischen Romanze ist alles vertreten“, berichtet Salten. Die Stücke tragend Namen wie „Unsichtbare Gewalt“, „Nintendo“ und „Valhalla“.

Die Legende von Nord: Bühnenshow mit Mantel und Maske.

Der Sound der „Legende“ besteht aus harten Gitarren-Riffs und einem treibenden Bass. Gemischt wird dies bei Auftritten mit „einer elektrisierenden Bühnenshow mit Mantel und Maske.“ Trotz des martialischen Auftretens und der düsteren Lyrik bleibe allerdings noch genug Zeit für den nötigen Witz und Ironie so die Bandmitglieder. Das erste Album von Die Legende von Nord wurde im Oktober 2019 veröffentlicht, produziert wurde es im Studio von Dennis Poschwatta, der Drummer der berühmten Göttinger Rockband „Guano Apes“ ist.

Es ist ein Doppelalbum bestehend aus den Tonträgern „Magie und Melodie“ und „Tod und Spiele“. Zudem veröffentlichten die Künstler zwei Musikvideos zu den Singleauskopplungen „Valhalla“ und „Hand in Hand“. Die Veröffentlichung ihres Albums feierten sie in der ausverkauften Stadthalle von Moringen. Der Auftritt wurde aufgezeichnet.

Corona-Krise. Auftritte fallen für Die Legende von Nord aus

Auch in Münden traten die Metal-Musiker schon auf. Einmal im November 2019 zusammen mit den Bands Yugonaughty und Rostfrei und im Januar dieses Jahres in der Bubba Bar in der Langen Straße. Dies war einer der letzten Auftritte, bevor die Coronakrise Konzerte vereitelt hat. Zurzeit ruhe der Betrieb. Umso mehr freuen sich die fünf Metaller auf die Zeit nach den Beschränkungen, wenn es wieder auf die Bühne geht. In der Zwischenzeit nutzt die Band, laut eigener Aussage, die Zeit um an neuen Songs zu arbeiten und ihre Show zu verfeinern. Freunde von harter Musik können sich also auf neue, frische Ideen und eventuell sogar den ein oder anderen neuen Song freuen. Infos unter nordmetal.de. (Von Jens Döll)

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