Sport für Mensch und Tier

Die Weltmeisterschaft der Schäferhunde fand in Hann. Münden statt

Menschen in weißen, nummerierten Trikots führen Schäferhunde an der Leine, die eng neben ihnen laufen.
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Für die Mensch-Hund-Teams war es schon ein ergreifender Moment, als sie zu der Deutschen Nationalhymne in das Stadion zur Siegerehrung schritten.

450 Zuschauer verfolgten die Schäferhundmeisterschaft auf dem Rattwerder. Mit seiner selbstgezüchteten Hündin schaffte es ein Gimter auf den zweiten Platz.

Hann. Münden - Peter Kaspereit aus Jahnsdorf in Sachsen und sein siebenjähriger Schäferhundrüde „Yustav-Wilhelm vom Gleisdreieck“ sicherten sich mit 296 Punkten den Weltmeistertitel der Deutschen Schäferhunde. Unter erschwerten Bedingungen, wegen Corona, fand kürzlich die Weltmeisterschaft für Deutsche Schäferhunde in Hann. Münden statt. Bereits zum vierten Mal in Folge hat der Schäferhundverein RSV 2000 diese Weltmeisterschaft auf dem Rattwerder in der Dreiflüssestadt ausgerichtet.

Sehr zur Freude der Vereinskollegen belegte Doktor Helmut Raiser aus Gimte mit seiner sechsjährigen selbstgezüchteten Hündin „Raisers Inlay“ (294 Punkte) den zweiten Platz. Wolfgang Kaspereit aus Wentzwiller im Elsass landete mit seinem sechsjährigen Rüden „Billy von Bajohr“ mit 293 Punkten auf dem dritten Platz. Die drei Erstplatzierten erhielten die Gesamtnote „Vorzüglich“ und lagen nahe an der höchsten Punktzahl von 300.

Schäferhundmeisterschaft in Hann. Münden: 450 Zuschauer sahen zu

Peter Kaspereit, der Sohn von Wolfgang Kaspereit, wurde von seinem Vater und Dr. Raiser ausgebildet. „Es hat uns schon mit Stolz erfüllt, dass der Sieger auf dem Treppchen oben zwischen seinen beiden Ausbildern stand“, sagte Dr. Helmut Raiser, Leiter für Ausbildung und Zucht (LAZ) beim RSV 2000.

An beiden Tagen verfolgten 450 Zuschauer die Weltmeisterschaft mit Spannung. „Wir haben natürlich sehr genau darauf geachtet, die Coronaregeln und -vorgaben strikt einzuhalten“, berichtete Albert Spreu, der Vorsitzende des RSV 2000. 40 Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Dänemark, Schweden, England und Frankreich waren dabei, um sich mit ihren Hunden in den Disziplinen Fährtenarbeit, Schutzdienst und Unterordnung zu messen.

Überglücklich waren die drei Erstplatzierten, Peter Kaspereit (Mitte), Dr. Helmut Raiser (rechts) und Wolfgang Kaspereit. Die Hunde waren von der Zeremonie nicht sonderlich beeindruckt.

Schäferhundmeisterschaft in Hann. Münden: Viel Arbeit für Teilnehmer und Organisatoren

Die Schäferhunde waren zwischen drei und neun Jahren alt. Pro Disziplin konnten maximal 100 Punkte erreicht werden. Für die Mensch-Hund-Teams bedeutete das drei Tage harte Arbeit. Aber auch das Organisationsteam mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern hat viel Zeit und Energie aufgewendet, um für Teilnehmer und Zuschauer einen reibungslosen Ablauf zu schaffen.

Begonnen hatte die Weltmeisterschaft mit der Disziplin Fährtenarbeit auf den Ländereien von Claus Baumgärtel. Die Zuschauer zeigten sich begeistert von dem Können der Hunde und der Bindung zum Hundeführer. Doch die Preisrichter sahen das etwas kritischer. Richter und Helfer kamen aus Spanien, Italien und Schweden.

Nach den drei Wettkampftagen fand auf dem Sportgelände die Siegerehrung statt. Vor der Zeremonie der Siegerehrung schritten die Mensch-Hunde-Teams unter Klängen der Deutschen Nationalhymne an den Zuschauern vorbei. Die Hundebesitzer zeigten sich erleichtert, alles geschafft zu haben. Die Hunde kamen mit Spielzeug im Maul freudig wedelnd und springend mit ihren Besitzern zur Ehrung. Vorsitzender Albert Spreu dankte den Teilnehmern, den Helfern und der Stadt Münden für die Bereitstellung des Geländes. (Von Petra Siebert)

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