Uniformen aus Logistik Zentrum Niedersachsen für Bayern

Alles muss optimiert werden, damit sich Erfolg einstellt: Alexander Bitner ist einer von zehn Mitarbeitern, die im Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) dafür sorgen, dass die Pakete schnell und vollständig gepackt werden. Die Vergabeprofessionalität ist ein Grund dafür, dass sich Bayern für das Unternehmen aus Hann. Münden entschieden hat. Fotos:  Bülau/Archiv

Hann. Münden. Die bayerische Polizei und Justiz werden ab Ende 2016 mit Uniformen aus dem Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) in Hann. Münden ausgestattet.

Die Laufzeit des Vertrages, der jetzt vom Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, und seinem Amtskollegen aus Bayern, Joachim Herrmann, unterschrieben wurde, beträgt fünf Jahre.

„Wir sind stolz. Das ist eine tolle Geschichte, dass Bayern sich für uns entschieden hat“, sagt der Geschäftsführer des LZN, Frank Hintze. Neben Bayern werden schon seit Längerem die Polizisten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern mit Dienstbekleidung aus Hann. Münden beliefert.

Im Dezember 2016 sollen die ersten Uniformen den Freistaat erreichen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun: „Es ist eine Kooperation mit Bayern. Die Kollegen arbeiten zusammen. Die bayerischen Polizisten bekommen keine blaue Uniform, wie sie in Norddeutschland getragen wird. Sie werden eine eigene Uniform haben, die eher an die der österreichischen Polizei angelehnt ist“, so Hintze. „Aber unsere Design-Ingenieure werden diese mit entwerfen.“

Insgesamt stehen dem LZN durch den Auftrag 33 Millionen Euro zur Verfügung. „33.000 Polizei- und Justizbeamte müssen versorgt werden. Jeder hat ein Budget von 1000 Euro pro Person für die Erstausstattung“, erklärt der Geschäftsführer des LZN. Damit die Vergabe reibungslos funktioniert, werden sieben neue Arbeitsplätze in der Gimter Straße geschaffen. Produziert wird die Bekleidung aber meistens im Ausland, berichtet Hintze.

2001 ging das Logistik Zentrum an den Start, damals mit 19.000 Kunden und neun Mitarbeitern, die für die zügige und vollständige Zusammenstellung der Aufträge zuständig sind. Mittlerweile sind es 63 500 Kunden und zehn Mitarbeiter. Frank Hintze: „Das schaffen wir nur, indem wir die Abläufe immer wieder optimieren. Kurze Wege sind das Ziel.“ Mit dem Auftrag aus Bayern werden Ende 2016 100.000 Kunden mit Dienstbekleidung aus der Dreiflüssestadt versorgt.

„Wir streben an, dass die Waren nicht länger als 90 Tage in unserem Lager liegen. Wir haben derzeit einen Warenbestand von 4,5 Millionen Euro, wollen diesen aber noch um eine Million verkleinern“, berichtet Hintze. Es läuft im LZN: Im Januar bekam man den „Hamburger Vergabepreis 2015“ verliehen, so etwas wie den „Oscar des Vergaberechts“. „Eine starke wirtschaftliche Ausrichtung, ein funktionierendes Controlling wie auch die Vergabeprofessionalität haben dazu beigetragen, dass das LZN Auftragsvergaben von jährlich 100 Millionen Euro tätigt. Und dies bei vollständiger Kostendeckung sowie angesichts der schlanken Organisationsstruktur einer nur minimalen Marge“, erklärt Hans Randl von der Hamburger Finanzbehörde die Entscheidung.

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