Verkehr in Gimte - „Dieser Zebrastreifen ist sehr gefährlich“

Ort des Geschehens: Sven Kamp zeigt den Zebrastreifen in Gimte. Obwohl Fußgänger warten, würden viele Autos einfach weiterfahren und sogar noch hupen. Außerdem sei der Fußgängerüberweg in einem schlechtem Zustand. Fotos:  Bülau

Gimte. Es sei schon oft vorgekommen, dass Autos, Lkw oder Busse einfach weiterfahren, obwohl man am Zebrastreifen stehe, schimpft Sven Kamp über die Situation am Fußgängerüberweg in der Berliner Straße in Gimte.

Manche Fahrer besäßen sogar noch die Frechheit zu hupen, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie nicht anhalten.

„Einmal konnten meine Frau und ich unseren Sohn gerade noch zurückziehen - ein Auto hatte am Zebrastreifen angehalten, doch der Wagen dahinter überholte direkt am Überweg“, berichtet der Gimter. Kamp möchte nicht warten, bis etwas passiert. Er kritisiert die Beschilderung, die Kenntlichkeit und die Qualität des Zebrastreifens auf der Straße. „Er ist einfach schlecht zu sehen.“

Hinweis auf den Zebrastreifen: Sven Kamp moniert, dass die Schilder nicht weit genug entfernt angebracht seien.

Deswegen habe er schon vor zweieinhalb Jahren Briefe an David McAllister, den damaligen Ministerpräsidenten Niedersachsens, Klaus Burhenne, damaliger Bürgermeister von Hann. Münden, den SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann sowie den Landtagsabgeordneten der SPD, Ronald Schminke, geschickt und auf die Gefahren aufmerksam gemacht. Vor etwa einem Jahr wiederholte er die Anfragen an Schminke und Oppermann, da er persönlich von niemandem Rückmeldung erhalten habe.

Auf HNA-Anfrage teilte Schminke mit, dass ihm der Fall bekannt ist. Er sei zwar als Landtagsabgeordneter nicht zuständig, habe den Brief aber an die zuständige Behörde weitergeleitet. Schminke wohnt selbst in Gimte und sagt: „Ich würde gerne helfen. Ich hätte auch lieber eine Ampel an dieser Stelle.“ Es sei aber nach den Briefen von Sven Kamp ein Verkehrsgutachten erstellt worden. Dieses belegt, dass nicht genug Verkehr über die Straße rolle, um eine Ampel oder weitere Verkehrszeichen beantragen zu können. Für Gimtes Ortsbürgermeister Peter Katzwinkel ist das Thema ebenfalls nicht neu: „Wir haben das schon einige Male in den Bürgersprechstunden und im Ortsbeirat diskutiert. Es gab eine Verkehrszählung und daraus ergibt sich keine Möglichkeit dort eine Ampel aufzustellen.“

Katzwinkel sieht dafür auch keine Notwendigkeit. „Was gemacht werden muss sind Markierungsarbeiten. Die Geräte dafür sind im Landkreis immer im Umlauf und bald werden wir sie bekommen und den Zebrastreifen erneuern.“

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.