Projekt Riverside

Weiter Diskussionen über Welle für Surfer in Hann. Münden 

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Hier soll die Surfwelle entstehen: Das Bild zeigt das Nadelwehr an der Wanfrieder Schlagd. Ein für das Wasser offenes Feld im Wehr, wie das in der Bildmitte, möchte Fritz Fehrensen für die stehende Surfwelle nutzen. 

Eine Welle für Surfer in der Stadt, wie es sie bereits am Eisbach in München gibt – geht es nach Unternehmer Fritz Fehrensen, könnte das Realität in Hann. Münden werden.

Eine Welle für Surfer mitten in der Stadt, wie es sie bereits am Eisbach in München gibt – geht es nach dem Willen von Unternehmer Fritz Fehrensen, könnte das bald Realität in der Dreiflüssestadt werden.

Doch für das Nadelwehr an der Wanfrieder Schlagd, wo Fehrensen die stehende Welle einrichten will, ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Hann. Münden zuständig und das möchte bauliche Eingriffe an seinen Anlagen vermeiden.

Gespräche mit Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hann. Münden

Deswegen diskutierten die Unterstützer der Surferwelle in dieser Woche mit den Verantwortlichen der Behörde. Katrin Urbitsch, Leiterin des WSA Hann. Münden, betonte, dass mögliche Bauten vom unter Denkmalschutz stehenden Nadelwehr entkoppelt sein müssten. 

Das Wehr müsse ohne bauliche Eingriffe weiter betrieben werden können. Projektinitiator Fehrensen beteuerte, dass Wehr solle so bleiben, wie es ist. Allerdings benötige er eine größere Öffnung in der Mitte des Wehres, um den Durchfluss zu erhöhen. Das WSA hält dies jedoch für technisch nicht machbar.

Fritz Fehrensen: Unternehmer.

„Eine zu große Öffnung würde die Stabilität der Nadelböcke gefährden“, erklärte Amtsleiterin Urbitsch. Der SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn, der sich zusammen mit seinem Parteikollegen, dem Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD), für das Projekt Riverside stark macht, schlug stattdessen vor, einen Trichter aus Spundwänden unterhalb des Nadelwehrs zu errichten, um den Wasserstrom zu verengen.

Vergleich mit der Leinewelle in Hannover

Fehrensen bestritt allerdings dessen Wirksamkeit: „Wir brauchen den Höhenunterschied des Nadelwehrs. Deswegen ist der Standort so ideal“, so Fehrensen. Hujahn verwies dagegen auf ein bereits genehmigtes, ähnliches Projekt einer stehenden Welle für Surfer an der Leine in Hannover, das auf diese Weise funktioniere.

Gerd Hujahn: Abgeordneter im Landtag (SPD)

Den Vorschlag des WSA, die Welle unterhalb des Wasserkraftwerks Kürschner an der Fulda einzurichten, lehnen die Projektinitiatoren ab. Für sie gehören der Umbau des historischen Packhofs, die Surferwelle und die Renovierung der Schlagd zusammen: „Wir brauchen die Infrastruktur als Ganzes“, sagte Unternehmer Jürgen Beute, der den historischen Packhof von der Stadt erwerben und umbauen möchte. Thomas Oppermann regte an, zu prüfen, ob die Nadelböcke, die das Wehr stützen, verstärkt werden könnten.

Thomas Oppermann: Abgeordneter im Bundestag (SPD).

Zudem wolle man die Akten des bereits genehmigten Projekts in Hannover anfordern. Fritz Fehrensen möchte seinerseits die Änderungsvorschläge durch ein Ingenieurbüro prüfen lassen. In einem Monat wollen sich die Beteiligten erneut beraten. 

Die Pläne für das Projekt Riverside in Hann. Münden

Das Projekt „Riverside“ besteht aus drei Teilen: Unternehmer Jürgen Beute möchte den historischen Packhof zu einem Multifunktionsgebäude mit gastronomischem Angebot und Übernachtungsmöglichkeiten ausbauen. Dazu plant Fritz Fehrensen am Nadelwehr eine stehende Welle für das Wellenreiten auf dem Fluss. 

Geht es nach dem Willen der Investoren, sollen die Surfer den Packhof mitnutzen können. Das Projekt soll ihrer Meinung nach parallel zur geplanten Sanierung der Wanfrieder Schlagd umgesetzt werden. Gespräche zum Verkauf des Packhofs mit der Stadt scheiterten bislang.

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