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DKKD in Hann. Münden: Künstler Rob Mulholland enthüllt Kunstwerk am Dielengraben

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Von: Petra Siebert

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Enthüllung von „Helix“ im Regen: Esther Niederhammer (von links), Tobias Dannenberg, Susan und Rob Mulholland, Conny und Hermann Staub.
Enthüllung von „Helix“ im Regen: Esther Niederhammer (von links), Tobias Dannenberg, Susan und Rob Mulholland, Conny und Hermann Staub. © Petra Siebert

Hann. Münden ist um Kunst im öffentlichen Raum reicher: Rob Mulholland enthüllte die Statue „Helix“. Bis zur Dreiflüssestadt legte sie einen beschwerlichen Weg zurück.

Hann. Münden – „Helix“ ist der Name der Metall-Skulptur, die als zukünftige Attraktion den Dielengraben noch mehr aufwerten wird. Geschaffen unter dem Motto „neue Kunst die bleibt“, anlässlich 15 Jahre DenkmalKunst, möchte der Trägerverein des Festivals diesen Meilenstein feiern und auch im öffentlichen Raum sichtbar machen.

Hann. Münden: neues Kunstwerk am Dielengraben

Finanziert aus LEADER-Fördermitteln konnte der Verein DenkmalKunst eine eigene Skulptur beauftragen. Ausgewählt hat das Planungsteam den schottischen Künstler Rob Mulholland, dessen Skulpturen weltweit Anerkennung finden. Seine eigens für Hann. Münden entworfene Skulptur wird dauerhaft im Dielengraben stehen. Vielleicht der Anfang eines Skulpturenpfads entlang der Flüsse?

Nahaufnhame der Statue Helix von Rob Mullholland aus Schottland.
Die Statue Helix würde vom Schotten Rob Mulholland entworfen. Sie ziert nun als Dauerleihgabe den Dielengraben. © Petra Siebert

Am ersten Festivaltag wurde die Skulptur bei Regen in Anwesenheit des Künstlers von Bürgermeister Tobias Dannenberg, der auch Schirmherr des Festivals ist, enthüllt und offiziell vom DenkmalKunst e.V, als Dauerleihgabe an die Stadt Hann. Münden übergeben. Mit dabei auch Rob Mulhollands Ehefrau Susan, die als seine Geschäftspartnerin an den Arbeiten beteiligt ist.

Vor der Enthüllung hatte Hermann Staub als Vorsitzender des Vereins die Gäste begrüßt, Dank für die Finanzierung an Dr. Hartmut Berndt, vom Landkreis Göttingen, Regionalmanagement LEADER Göttinger Land, ausgesprochen und Esther Niederhammer vom Orga-Team dafür gedankt, dass sie den Verein „auf den Pfad der Skulptur von Rob Mulholland“ gelenkt hat. Tobias Dannenberg hielt sich mit Lob und Dank nicht zurück. Er lobte die gelungene Eröffnungsveranstaltung von Freitagabend und er dankte allen die an der Organisation und Umsetzung der Ausstellungen und Veranstaltungen des Festivals beteiligt sind und waren. „Es ist nicht in Worte zu fassen, was hier geleistet wurde“, machte er deutlich. „An DKKD kommt keiner vorbei“.

„An DKKD kommt keiner vorbei“

Esther Niederhammer berichtete von der langen, mit Hindernissen bestückten, Reise der Skulptur und des Künstlers. Vor einem Jahr hatte sie Rob Mulholland kontaktiert und gefragt ob seinerseits Interesse bestände eine Skulptur für Münden zu fertigen und am Festival teilzunehmen. Er habe spontan zugesagt. Nach Anfertigung einer Skizze, der Genehmigung und einer Begehung, wurde der Platz am Dielengraben als Standort fest gelegt. „Bis nach Leipzig schaffte es die Skulptur, dort hing sie im Zoll fest und musste von uns ausgelöst werden“, erzählte Niederhammer.

Das nächst Dilemma – der Künstler und seine Frau konnten von Glasgow mit dem Flieger nicht rechtzeitig starten, da der Blitz ins Flugzeug eingeschlagen hat. Sie wussten nicht, ob sie es zur Ausstellungseröffnung rechtzeitig schaffen. Sie erreichten dann einen Flug von Edinburgh nach Frankfurt, nahmen einen Mietwagen und kamen nach Mitternacht im Hotel in Münden an. Doch da funktionierte der Hotelcode nicht. Sie wandten sich an Esther Niederhammer, die jemanden vom Hotel erreichte und so konnten Rob Mulholland und seine Frau am Samstag um 10 Uhr an der Eröffnung teilnehmen.

DKKD-Festival: Bis 9. Oktober Kunst und Kultur in Hann. Münden

„Es ist wundervoll hier zu sein“, sagte Mulholland in einer kurzen Begrüßung. Besonders freue er sich, dass zu den Gästen auch junge Kinder zählen, die sich für sein Kunstwerk interessierten. Es waren Mädchen und Jungen vom Bürgertreff, die unter Leitung von Niederhammer eine Reportage für die nächste Quartierszeitung des Vereins schreiben.

Im Anschluss der feierlichen Enthüllungen öffneten alle Ausstellungen des siebten Festivals DenkmalKunst-KunstDenkmal (DKKD) in den Denkmälern der Altstadt ihre Türen bis zum 9. Oktober. (Petra Siebert)

Künstler mit weltweitem Renommee 

Der preisgekrönte schottische Künstler Rob Mulholland, geboren in Glasgow, erlangte 1986 seinen Abschluss am Edinburgh College of Art. Seine Werke stellt er weltweit aus, dabei erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Öffentlich präsentierte Kunstwerke von Rob Mulholland befinden sich in Korea, Frankreich, England, Russland, Deutschland und den USA, aber auch in seiner Heimat Schottland. Er gestaltet Freiraumausstellungen und -skulpturen, darunter eine 100 Meter lange Skulptur beim Glasgow Festival, den „Tin Man“, der aus mehr als 300 000 gebrauchten Getränkedosen besteht. Er erforscht mit seiner Arbeit die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur. Durch die Verwendung einer Vielzahl von Formen und Materialien interagieren seine Skulpturen mit ihrer Umgebung. Eingebaute Spiegelflächen reflektieren die Umgebung und verändern die Raum-Wahrnehmung des Betrachters. Die Spiegelungen sind absichtlich verzerrt und laden dazu ein, die individuelle Beziehung zur eigenen Umgebung zu hinterfragen. Diese Verbindung zwischen dem Menschen und der natürlichen Welt wird in seinen jüngsten Werken, die diese symbiotische Beziehung beleuchten, weiter ausgebaut. Seine Skulpturen erforschen die Grenzen der physikalischen Mechanik und ermöglichen ihm, diesen Aspekt seiner künstlerischen Praxis weiterzuentwickeln. 

Die offizielle Eröffnungsgala des DKKD-Festivals gab es am Freitagabend im Welfenschloss in Münden. Danach wurde Lichtkunst geboten.

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