1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

DKKD-Kunstwerk: Vor dem Jenseits gibt es noch viel zu tun

Erstellt:

Von: Jens Döll

Kommentare

„Bevor ich sterben, möchte ich...“ heißt es übersetzt gefragt auf den schwarzen Tafeln. Eine Frage, die zum Nachdenken anregt.
„Bevor ich sterben, möchte ich...“ heißt es übersetzt gefragt auf den schwarzen Tafeln. Eine Frage, die zum Nachdenken anregt. © Jens Döll

Beim Projekt „Before I Die...“ im Scholl-Haus ist Mitmachen erwünscht. Es wird die Frage gestellt, was man vor dem Tod noch tun möchte. Heraus kommen spannende Antworten.

Hann. Münden – Es ist eine Frage, die einfach und schwer zugleich ist: „Bevor ich sterbe, möchte ich...“ oder, ins Englische übersetzt, „Before I Die...“.

Das ist der Titel eines Kunstprojektes, das im Eingangsbereich des Geschwister-Scholl-Hauses während des DenkmalKunst-KunstDenkmal-Festivals (DKKD) noch bis Sonntag zu sehen ist. Jeder Besucher kann sich dort beteiligen und seine persönliche Antwort mit Kreide auf die schwarzen Tafeln schreiben.

Hann. Münden: Mitmachprojekt beim DKKD im Scholl-Haus

Die Antworten auf diese Sinnfrage sind vielfältig: „Heiraten“, „Ein Fahrrad“, „Meine Oma wieder sehen“, „Sex“ oder „Einen Abenteuerurlaub machen“. Dies sind nur einige wenige, einer ganzen Fülle von Antworten, die sich nach den ersten Tagen gesammelt haben. Manche sind politisch, so wünscht sich einer der Teilnehmer ein „freies Kurdistan“, andere scheinen eher Nonsense zu sein, so wie der Link zu einem Instagram-Profil.

Das Projekt „Before I Die...“ der Künstlerin Candy Chang lade dazu ein, eigene Gedanken und Wünsche kundzutun und damit Teil eines globalen Kunstwerks zu werden, das seit dem Jahr 2011 wächst, heißt es von Bettina Sangerhausen, Öffentlichkeitsreferentin für den Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Münden.

Das Projekt soll auf leichte Weiße helfen, sich mit dem Tod zu befassen und das Thema aus der „Tabuzone“ zu holen. In Deutschland waren bisher weitere Standorte von „Before I Die...“ Aschaffenburg, Berlin, Kassel, Konstanz, München, Offenbach, Osnabrück und Wiesbaden. Aber auch in zahlreichen anderen Ländern wie Österreich, Bulgarien, den USA und Kuwait gab es solche Installationen. Etwa 5000 wurde die Anregung bereits aufgegriffen, heißt es vom Kirchenkreis.

Teil des Jubiläums der Mündener Hospize

Ermöglicht wurde dieses Projekt in Hann. Münden durch die Kooperation des Stationären Hospizes der AWO am Vogelsang und des ambulanten Hospizdienstes Alpha mit dem Mehrgenerationenhaus, dem Stadtjugendring und dem DKKD, unterstützt durch den Hagebaumarkt Dreyer, der das Material stellte.

Beide Hospize feiern in diesem Jahr Geburtstag, daher ist das Mitmachprojekt „Before I Die...“ auch Teil des Jubiläumsprogramms, das gemeinsam ausgerichtet wird. (Jens Döll)

Auch interessant

Kommentare