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Auf DMAX: Mann aus Hann. Münden nimmt an Modellbauwettkampf teil

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Von: Hannah Köllen

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Nimmt am Modellbauwettkampf „Das Wunderland-Duell“ vom Sender DMAX teil: Modellbauer Jens Kaup aus Hann. Münden.
Nimmt am Modellbauwettkampf „Das Wunderland-Duell“ vom Sender DMAX teil: Modellbauer Jens Kaup aus Hann. Münden. © Privat

Der Hann. Mündener Jens Kaup nimmt an Modellbauwettkampf teil. Das wird auf dem Sender DMAX gezeigt. Der Gewinn: Ein Modell im Miniatur-Wunderland in Hamburg.

Hann. Münden – „Ich kann nicht sagen, wie viele Stunden ich an meinem Modell gearbeitet habe – ich weiß nur, dass es viele waren“, sagt Jens Kaup, Profimodellbauer aus Hann. Münden. Er ist Teilnehmer des Modellbauwettkampfes „Das Wunderland-Duell“ des Fernsehsenders DMAX.

Hann. Münden: Jens Kaup nimmt an TV-Show teil

Für ihn und seinen Gegner, einen anderen Modellbauer, geht es um den Einzug ins Miniatur-Wunderland in Hamburg: Nur ein Modell schafft es in die Ausstellung des Museums.

Erstellen mussten beide ein Modell einer Schweizer Burgruine. „Es gab verschiedene Kriterien, die eingehalten werden mussten“, sagt Kaup. So seien die Maße des Modells vorgegeben gewesen. „Die Vorgaben waren sehr detailliert. So stand beispielsweise auch fest, welches Begrünungsmaterial für das Modell genutzt werden sollte“, sagt Kaup. Im Sommer 2021 erhielt Kaup einen Anruf der Produktionsfirma mit der Frage, ob er an dem Wettkampf teilnehmen wolle. „Ich bin in der Szene der Modellbauer kein Unbekannter. Vermutlich sind sie über meinen Youtube-Kanal auf mich aufmerksam geworden“, sagt Kaup.

Für die Sendung kam ein Kamerateam in die Mündener Werkstatt von Jens Kaup. An insgesamt drei Drehtagen begleiteten sie Kaups Arbeit und filmten die stetige Entwicklung des Modells.

Schon als Kind war Kaup begeistert von Modelleisenbahnen, „bis ins Alter, in dem dann plötzlich Mädchen interessanter waren“, sagt der heute 57-Jährige. Als Erwachsener nahm der gelernte Architekt das Modellbauen wieder auf, erst als Hobby, ab 2006 dann hauptberuflich.

Regionale Modelle von der Tillyschanze und dem Volkmarshäuser Tunne

Seitdem verkauft er seine Bausätze über einen Webshop. Sein Sortiment umfasst auch viele lokale Modelle wie den Volkmarshäuser Tunnel oder die Mündener Tillyschanze. „Ich kann meinen Job nur machen, weil es das Internet gibt“, sagt Kaup. Hierüber erreiche er seine Kunden, unter denen viele Zahnärzte, Architekten und auch Modellbau-Begeisterte aus der Schweiz seien.

„Ich spreche mit meinen Produkten die Freaks an, die sich sehr für das Modellbauen begeistern“, sagt Kaup. Von der Corona-Pandemie habe seine Arbeit profitiert. „Da saßen die Menschen Zuhause und haben gebastelt“, sagt Kaup. Mittlerweile sei der Andrang wieder abgeflaut.

Im Modellbauclub Münden (MBC), in dem Kaup Schriftführer ist, fehle mittlerweile der Nachwuchs. „Normalerweise haben wir alle zwei Jahre eine Ausstellung organisiert. Das musste in den vergangenen Jahren aufgrund der Pandemie leider ausfallen“, sagt Kaup. Für seine Bausätze dient Kaup jeweils ein sogenanntes Urmodell als Grundlage, aus dem er dann eine Silikonform anfertigt. Diese wird mit Gips gefüllt, was dann den fertigen Bausatz ergibt. „Die Bausätze sind die perfekte Eins-zu-Eins Kopie des Urmodells“, sagt Kaup.

Für das Modell der Schweizer Burgruine, das Kaup für den Wettkampf herstellte, benötigte er auch animierte Elemente. „Was das angeht, habe ich keine Erfahrung. Für den Teil musste ich mir Hilfe holen“, sagt Kaup. Die bekam er unter anderem von Carl Jaeger und Peter Göllner vom MBC. (Hannah Köllen)

Größte Miniatureisenbahn der Welt

Mit 1545 Quadratmeter Modellfläche ist im Hamburger Miniatur-Wunderland die weltweit größte Modelleisenbahn zu sehen. An dem Wettkampf „Das Wunderland-Duell“ nahmen in sechs Folgen 12 Modellbauer teil. In der Jury sitzen Modellbauer aus dem Miniatur-Wunderland. Sie entscheiden, welches Modell Teil der Museumsausstellung wird. Die Folge zur Burgruine wird am Samstag, 01.10.2022, ab20.15 Uhr auf DMAX ausgestrahlt.

Beim Hobby Tabletop braucht man auch die Fertigkeiten eines Modellbauers. Doch es gibt Unterschiede. Darüber berichtet ein Verein in Göttingen.

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