Festival ist im vollen Gange

Documenta-Generaldirektorin bei DKKD-Eröffnung: "Ein wunderbarer Dreiklang"

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Sie alle engagieren sich: Die Helfer des Denkmalkunst-Kunstdenkmal-Festivals haben für ihre Leistung einen besonders herzlichen Applaus erhalten.

Seit dem Wochenende läuft in Hann. Münden das Festival Denkmalkunst-Denkmal (DKKD). Zur Eröffnung war Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin der Kasseler documenta, zu Besuch. 

Der tiefe Glaube an die Kraft der Kultur, die Veränderungen hervorbringt, verbindet. 

Mit diesem Satz zog die Generaldirektorin der Kasseler documenta gGmbH, Dr. Sabine Schormann, Parallelen zwischen der weltweit bedeutendsten Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst in der großen Nachbarstadt und dem Hann. Mündener Festival Denkmalkunst-Kunstdenkmal (DKKD).

Vor rund 200 Gästen nannte sie bei der offiziellen Eröffnung des DKKD im Rittersaal des Welfenschlosses unter anderen als Beispiel das Kasseler Hugenottenhaus, einer der beliebtesten Schauplätze der documenta 13 im Jahr 2012. Dessen Dornröschenschlaf hatte der Chicagoer Künstler Theaster Gates beendet.

100 Künstler und mehr als 50 Veranstaltungen 

Jetzt wird es nach jahrelangem Verfall von Künstlern wieder zum Leben erweckt, nachdem es verkauft worden ist.

In Hann. Münden ist es die Bürgerbewegung, die sich 2007 mit einem Kunst- und Kulturfest für den Erhalt des historischen Fachwerkbestandes in der Altstadt erfolgreich stark machte und dass nun in das mittlerweile 6. DKKD-Festival mit über 100 Künstlern und mehr als 50 Veranstaltungen gemündet ist.

Berndt Demandt und Uta von Schenck waren damals als treibenden Kräfte, so erfolgreich, dass es inzwischen schwieriger ist, leer stehende Gebäude für die Ausstellungen und Veranstaltungen zu finden. „Es geht nur gemeinsam, im wunderbaren Dreiklang von Denkmal, Kunst und Bürgerengagement“, stellte denn auch die documenta-Geschäftsführerin fest.

"Gemeinsames Erleben" führe zu neuem Selbstbewusstsein 

Das „total wichtige gemeinsame Erleben“ präge die Stadt und führe zu einem neuen Selbstbewusstsein, Miteinander und Stolz.

Nachdenken, Staunen und Inspiration verspricht sich Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener von dem neun Tag andauernden DKKD-Festival. Er lobte einen Preis der Stadt Hann. Münden aus, der am letzten Tag der Veranstaltungen bekannt gegeben werden soll.

Hermann Staub vom Verein DenkmalKunst wies daraufhin, dass in der Vorbereitung des Festivals rund 15 000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet worden seien. Rund 160 Helfer engagieren sich aktiv und ein Drittel der Kosten werden über Spenden finanziert.

Revitalisierung der Innenstadt nach Mündener Vorbild

Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzend der VR-Bank in Südniedersachsen als „Premiumpartner“ des Festivals, lobte, dass sich der Geist Hann. Mündens weiter verbreite. So wurde jetzt in Holzminden einer Bürgergenossenschaft zur Revitalisierung der Innenstadt nach Mündener Vorbild gegründet.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung mit Evergreens vom Kasseler Duo „Absolut Unplugged“ mit den Brüdern Gino Di Grazia (46) und Franco Di Grazia (44).

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