Dorfgemeinschaftshaus: Positives Signal für Bonaforther

Hier wollen die Bonaforther loslegen, sobald der Rat grünes Licht gegeben hat: Ortsbürgermeister Roland Sittig vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Links ist die Turnhalle zu sehen, daran schließen sich die Räume des ehemaligen Kindergartens an. Foto: Krischmann

Hann. Münden. Der Stadtentwicklungsausschuss des Rates der Stadt Hann. Münden ist dafür, dass der Trägerverein Geld zur Sanierung des Gemeinschaftshauses im Bonaforth erhält.

Das letzte Wort hat der Rat in seiner Sitzung am 20. Juni, aber der Stadtentwicklungsausschuss hat am Montagabend ein positives Signal nach Bonaforth gesendet. Das Gremium schlug dem Rat einstimmig vor, zu beschließen, dass die Stadt mit einem Trägerverein aus Bonaforth einen so genannten Gestattungsvertrag für das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Bonaforth vereinbart.

Ehemaliger Kindergarten

In dem Vertrag wird dem Verein erlaubt, den Schimmel in den Räumen des ehemaligen Kindergartens im DGH zu beseitigen. Für diese Aufgabe erhält der Verein, sofern der Rat dem zustimmt, von der Stadt maximal 25 000 Euro. Das Geld stammt aus den Instandhaltungsrücklagen der Kommunalen Dienste Münden (KDM).

Sofern die Arbeiten erfolgreich sind, also der Schimmel verschwindet, stellt die Stadt einen weiteren Betrag von höchstens 35 000 Euro in Aussicht für eine einfache Instandsetzung der zum DGH gehörenden Turnhalle.

Wie berichtet, haben sich Einwohner aus Bonaforth zusammengefunden, um das Gemeinschaftshaus zu renovieren, damit es den Vereinen wieder zur Verfügung steht. Das DGH ist seit Herbst 2014 wegen Schimmelbefalls geschlossen, lediglich die Feuerwehr kann ihre Räume wieder nutzen, da sie saniert sind.

Ausschussmitglied Peter Sinning (Bürgerforum) erklärte in der Sitzung, den Bonaforthern werde hiermit die Chance gegeben, sich zu beweisen. Ein Arbeitkreis DGH Bonaforth, dem Ortsbürgermeister Roland Sittig angehört, hatte der Verwaltung auf Bitten des Stadtentwicklungsausschusses genau aufgelistet, welche Arbeiten er machen will und was sie kosten. Die vom Arbeitskreis angesetzten Preise für die Maßnahmen seien allerdings nicht in allen Bereichen realistisch, daher empfiehlt die Verwaltung, Bauabschnitte zu bilden, um eine stetige Kostenkontrolle zu haben. So vorzugehen sei sinnvoll, da in den Räumen der Schimmelpilz unterschiedlich stark vorhanden sei. Am unproblematischsten, so die Verwaltung, dürfte der ehemalige Kindergartenbereich sein. Dieser sei zudem teilweise unterkellert und daher weniger anfällig gegen aufsteigende Feuchtigkeit.

Daher schlagen die Experten vor, mit diesen Räumen und dem Dach dort zu beginnen, um eine erfolgreiche Arbeit - sprich Schimmelpilzbeseitigung - in kürzerer Zeit durch Freimessungen der Luft belegen zu können.

Aus dem Ergebnis der Schimmelpilzbeseitigung im früheren Kindergartenbereich könnten dann Rückschlüsse auf die geplanten Arbeiten an der Halle gezogen werden.

Bauzeitenplan

Die Verwaltung schlägt vor, dass der Arbeitskreis in Abstimmung mit den Bautechnikern der Kommunalen Dienste oder des Architekturbüros einen Bauzeitenplan aufstellt und nach Abschluss von Bauabschnitten Abnahmen erfolgen. (kri/awe)

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