Bebeuungsplan soll aufgestellt werden

Dransfeld will Weichen für Tourismus am Hohen Hagen rechtzeitig stellen

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Aussicht über den Hohen Hagen: Der Gaußturm mit dem Geologiepfad und dem ehemaligen Steinbruch soll besser touristisch erschlossen werden – links im Bild das Haus Hoher Hagen. 

Dransfeld. Für ein Areal am Gaußturm soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, damit ein Investor weiß, woran er ist. 

Aus dem Seilrutschenpark, der mehrere Jahre im Gespräch war, wird nichts. Aber es gibt andere Ideen für das Gebiet am Gaußturm auf dem Hohen Hagen über Dransfeld. Das soll touristisch erschlossen werden, möglichst naturnah und nachhaltig. Darin waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt Dransfeld einig.

Aber die Fragen, welcher Investor aktuell Interesse bekundet habe und was dieser vorhabe, blieben unbeantwortet. Das könne zu diesem Zeitpunkt noch nicht öffentlich genannt werden, sagte Stadtdirektor Mathias Eilers, um das Vorhaben nicht zu gefährden. Er warb dafür, jetzt zwei Dinge auf den Weg zu bringen: Das Gebiet Hoher Hagen mit dem Gaußturm und dem ehemaligen Steinbruch aus dem Landschaftsschutzgebiet zu nehmen (7500 Euro) und einen Bebauungsplan aufzustellen (22.000 Euro). Damit könnte man potenziellen Investoren etwas anbieten. „Wir wollen eine Entwicklung, da müssen wir in eine gewisse Vorleistung gehen.“

Diese war einigen Ausschussmitgliedern aber zu hoch: Die CDU sei nicht bereit, mit knapp 30.000 in Vorleistung zu gehen, sagte Jan-Thomas Geyer. Er hätte gern schon jetzt einen Vertrag mit dem Interessenten, der jenen verpflichtet, die Planungskosten zu übernehmen. Damit fand Geyer jedoch keine Mehrheit. Anja Bleyer, Freie Wählergemeinschaft, schlug vor, zunächst noch einmal beim Landkreis nachzuhaken, ob die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet wirklich nötig sei, eine genaue Begründung wäre wünschenswert. Ohne dieses Verfahren würde man Zeit und Kosten sparen.

Dem stimmte der Ausschuss mit vier Ja- bei zwei Nein-Stimmen zu. Auf HNA-Anfrage beim Landkreis lautete die Antwort: „Die Entlassung der benötigten Flächen aus dem Landschaftsschutz ist zwingend erforderlich.“ 

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