Hinweise gesucht

Drehort Hann. Münden: Suche nach dem unbekannten Film

Dieser Film ist bereits bekannt: Dreharbeiten in Hedemünden zu „Der Jäger vom Roteck“ auf Schmalfilm.
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Dieser Film ist bereits bekannt: Dreharbeiten in Hedemünden zu „Der Jäger vom Roteck“ auf Schmalfilm.

Das Filmbüro Göttingen hat neue Hinweise von HNA-Lesern zu ehemaligen Filmdrehorten im Werra- und Wesertal erhalten.

Hann. Münden/Göttingen – Ein Leser habe über einen Kriminalfilm unbekannten Titels, der 1978/79 in Hann. Münden gedreht worden sei, berichtet, erklärt Sven Schreivogel vom Filmbüro Göttingen. In einer Szene sollen zwei Polizisten einen Flüchtigen durch die Stadt verfolgt haben. Inhaltlich sei es um eine Schatzsuche gegangen.

Außer den Kino- und TV-Filmen, in denen die Drei-Flüsse-Stadt als Kulisse gedient hatte, sei auch der Titel einer semiprofessionellen Produktion mit Drehort Hann. Münden bekannt: „Der Agent“ (1987). Bei dem Film habe es sich um ein außergewöhnliches Projekt gehandelt. Verantwortlich seien zwei Abiturienten des Mündener Grotefend-Gymnasiums gewesen. Ein Artikel in der HNA vom 19. August 2008 gibt die Geschichte des Films wieder. Zu jener Zeit war er nach 20 Jahren erneut auf der Leinwand zu sehen. Die beiden Filmemacher hießen Oliver Brunner und Olaf Schaper.

Der Agent

Die Produktion „Der Agent“ sei möglicherweise aber nicht identisch mit dem oben beschriebenen Kriminalfilm aus den 1970er-Jahren, da knapp zehn Jahre zwischen der Herstellung beider Filme beziehungsweise 15 Jahre zwischen der jeweiligen TV-Ausstrahlung gelegen hätten, so Schreivogel weiter. Der Zeitzeuge sei sich allerdings nicht sicher, ob es sich vielleicht doch um denselben Film handele. Außerdem soll es in Hann. Münden einen Zusammenschluss lokaler Filmemacher mit dem Namen „Mündener Filmwerkstatt“ gegeben haben.

Anfang der 1990er Jahre sollen dort Kurzfilme auf 35 mm entstanden sein, berichtet Sven Schreivogel. Eine Produktion der Werkstatt soll auch ein Kurzfilm im Format 35mm gewesen sein, der eine Geschichte zu Herbert Grönemeyers Lied „Halt mich“, erzählt haben soll. Das Filmbüro Göttingen um Sven Schreivogel sucht nun weitere Hinweise von HNA-Lesern über Anekdoten und Erinnerungen zum Thema „Film in Hann. Münden“, insbesondere zu dem unbekannten Kriminalfilm aus den 1970er Jahren. Der 1972 in Göttingen geborene Filmbüro-Gründer und Regisseur Sven Schreivogel beschäftigt sich nach eigener Aussage seit Schulzeiten mit dem Thema regionale Filmgeschichte. Rückmeldungen werden per E-Mail an kontakt@filmstadt-goettingen.de entgegengenommen. (Thomas Schlenz)

Region als Requisite

Das Filmbüro Göttingen hat sich zwei Aufgaben gesetzt: Man wolle „zum einen die Aufarbeitung der Göttinger Filmgeschichte mit dem Ziel, diese öffentlich zugänglich zu machen (nicht wissenschaftlich, aber historisch korrekt und vor allem publikumswirksam, beispielsweise in einer Dauerausstellung). Zum anderen die professionelle Vermarktung der Region als Drehort mit dem Ziel, TV-Produktionen hierher zu holen und zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht sogar eine professionelle Infrastruktur zu schaffen“, heißt es.

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