Erste Aufführung nach Coronapause

Drei-Flüsse-Theater Hann. Münden zeigt „Morgens Fango - Abends Mord“

Szene der Kriminalkomödie „Morgens Fango – Abends Mord“
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Szene der Kriminalkomödie „Morgens Fango – Abends Mord“: Kurgast Hermine Gallenstein fragt Dr. Plümmer, ob eine Leiche im Keller gefunden wurde.

Die Premiere von „Morgens Fango - Abends Mord“ hat das Drei-Flüsse-Theater Hann. Münden am Freitag (15.10.2021) gezeigt. Die Kriminalkomödie von Peter Worms begeisterte die Zuschauer.

Hann. Münden – „Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder sagen würde: Wo kommen wir denn da hin? Und keiner gehen würde, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?“. Mit dieser Frage regte Chefarzt Dr. Plümmer, gespielt von Axel Wartenberg, während der Premiere der Kriminalkomödie „Morgens Fango – Abends Mord“, die Zuschauer zum Nachdenken an. Es war der erste Auftritt des Drei-Flüsse-Theaters Hann. Münden nach 18 Monaten Coronapause.

Es folgten 90 Minuten spannendes, unterhaltsames Theater. Schauplatz war die Rehaklinik Sommerfeld. Was die neun Darsteller auf die Bühne brachten, nämlich Spannung, gewürzt mit Komik und netten Effekten, dazu Humor, der sich hören und sehen lassen konnte.

Axel Wartenberg verkörperte die Rolle eines Chefarztes meisterhaft, als hätte er schon immer auf der Bühne gestanden. Gleiches galt für Stefanie Jeswein-Kilian. Die Rolle der ausgekochten und eiskalten Pharma-Referentin Natascha Kalikowa spielte sie mit hervorragender Selbstsicherheit.

Drei-Flüsse-Theater neuen und bekannten Schauspielern

Schon während der ersten Szene der Kriminalkomödie von Peter Worms war die Begeisterung der Zuschauer deutlich zu spüren. Die humorvollen Dialoge zwischen Empfangsdame Frau Grünkohl, von Martina Schäfer stark in Szene gesetzt und dem Hausmeister Alfons (Stefan Schulz), der es bestens verstand einen Hausmeister zu mimen, der seinen eigentlichen Aufgaben nicht so wirklich nachkam.

Mit dem Kurgast Uwe Rekendorf-Müllerstein, den Ralf Kullmann überaus authentisch spielte, hatte es Schwester Olga (Hella Lehmann) nicht so leicht. Denn er hatte an allem etwas auszusetzen. So blieb es nicht aus, dass Olga versuchte, ihn mit ihren scharfzüngigen Bemerkungen einzuschüchtern. Sie ging in der Rolle als Schwester Olga so richtig auf. Deshalb eckte sie auch mit Kurgast Hermine Gallenstein an, die als naiv und weltfremd überzeugend von Petra Sauthoff verkörpert wurde.

Für Wirbel sorgte der etwas abgedrehte Kurgast Uschi Lindner, die Ruth Kues auf den Leib geschrieben war. Glänzend aufgelegt sorgte sie mit gelungener Gestik, Körperhaltung und Mimik für Lacher im Publikum. Dazu die unterhaltsamen Dialoge mit Kommissar Gerd Bach. Da setzte Michael Müller sein schauspielerisches Können mit Spielwitz und gelungener Charakterdarstellung stark in Szene.

Es wurde einmal mehr deutlich, dass Regisseurin Dagmar Niemeyer und Regieassistentin Silvia Lotze bei der Rollenbesetzung Fingerspitzengefühl haben. Der Applaus ist das Brot des Künstlers, und davon bekamen die Mitglieder des Drei-Flüsse-Theaters vor und hinter der Bühne jede Menge.

Bis kurz vor Ende blieb die Frage des Mörders offen. Eines wird jedoch verraten: Der Mörder war nicht der Gärtner. Wer es nun tatsächlich war, erfahren Interessierte bei den nächsten Aufführungen. Für gutes Licht und den Ton sorgte Andreas Rieke. Zuständig für den Bühnenbau waren Hans-Jürgen Bartelt und Team. Während der Pause versorgten Andrea Doherr und Team die Gäste mit Getränken.

Aufführungen und Karten

Weitere Termine: Freitags: 22. Oktober; 5., 12., 19. November; 3. ,10., 17. Dezember; 7. und 21. Januar. Samstags: 23. Oktober; 6., 13., 20. November; 4. Dezember. Sonntags: 19. Dezember; 16. Januar. Freitags und samstags 19.30, sonntags 17 Uhr (Einlass eine Stunde vorher) im Sparkassen-Kommunikations-Zentrum (Kirchplatz).

Es sind noch Restkarten erhältlich, 15 und 17 Euro in der Buchhandlung Winnemuth (Rosenstraße 17) oder online unter drei-fluesse-theater.de/tickets. Für das kommende Frühjahr sind weitere Aufführungen geplant.

(Von Petra Siebert)

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