„Hochmodernes Gerät“

Drohne der Feuerwehr Hann. Münden in Hedemünden vorgestellt

Diese Drohne der Firma DJI wurde von der Feuerwehr Hann. Münden angeschafft. Die Drohneneinheit ist den Wehren Hedemünden und Oberode angegliedert.
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Alles im Überblick: Diese Drohne der Firma DJI wurde von der Feuerwehr Hann. Münden angeschafft.

Drohnen sind mehr als Spielerei. Sie können den Rettungskräften helfen. Die Drohne der Feuerwehr Hann. Münden wurde nun in Hedemünden vorgestellt.

Hedemünden – Etwa 50 Zentimeter im Durchmesser ist die Drohne, die nun offiziell am Feuerwehrhaus in Hedemünden vorgestellt wurde. Das Gerät ist in rot-neongelb gekleidet, mit der Aufschrift „Feuerwehr“ versehen sowie mit einem kleinen Stadtwappen von Hann. Münden.

Drohne: 6000 Euro von der Sparkasse

Die Drohne ist keine Spielerei, sondern, wie Stadtbrandmeister Dieter Röthig sagt, ein „hochmodernes Gerät zur Brandbekämpfung und Vorsorge“. Möglich gemacht hat die Anschaffung eine Zuwendung von 6000 Euro der Sparkasse Göttingen, wie der Vorstandsvorsitzenden Rainer Hald vor Ort berichtete. Neben Hald dankte der Stadtbrandmeister auch Bürgermeister Harald Wegener, der die Anschaffung unterstützt hatte.

Die Drohne der Feuerwehr Hann. Münden in der Luft.

Der Drohnentrupp, der in die Feuerwehr Hedemünden und Oberode eingegliedert ist, besteht aus zehn Feuerwehrleuten und befindet sich „in den letzten Zügen der praktischen Ausbildung“, so Röthig. Bei der Drohne, die mit vier Rotoren ausgestattet ist, handelt es sich um ein Gerät der Firma DJI, das Modell nennt sich Mavic 2. Ausgestattet ist sie mit zwei Kameras, davon eine Wärmebildkamera. Das Gerät ist speziell für Behörden und Organisationen (BOS) ausgelegt. Zudem kann sie mit diversen Modulen ausgerüstet werden. Zum Beispiel ein Blitzlicht, das selbst in fünf Kilometern Entfernung nachts noch zu sehen ist, einen Suchscheinwerfer und einen Lautsprecher für Durchsagen.

Drohnenübergabe: Bürgermeister Harald Wegener, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Rainer Hald, Stadtbrandmeister Dieter Röthig und Drohnenführer Lutz Hannemann.

Beheizbare Akkus und Blitzlicht

Zur Ausstattung gehören beheizbare Akkus, die einen Einsatz im Winter ermöglichen, sowie zwei Stative. Auf einem ist ein Bildschirm installiert, auf dem die Bilder der Drohne in Echtzeit gezeigt werden, auf dem zweiten Stativ ist ein Fernglas angebracht. Damit wird die Drohne beobachtet. „Wir dürfen das Gerät nur in Sichtweite betreiben“, berichtet Drohnenführer Lutz Hannemann von der Feuerwehr Hedemünden. Ein Drohentrupp besteht immer mindestens aus drei Feuerwehrleuten.

Feuerwehrmann Lutz Hannemann zeigt die Echtzeitübertragung der Drohnenbilder.

Durch die spezielle Programmierung ist die Drohne berechtigt über Autobahnen, Gefängnisse und Wasserstraßen zu fliegen, etwas, was die Führer von privaten Drohnen nicht dürfen. „Alle Flugbewegungen werden gespeichert und an DJI geschickt, zudem führen wir ein Flugbuch“, so Hannemann. Damit werde Missbrauch verhindert. Der Akku reicht für etwa eine halbe Stunde, nähert sich dieser dem Ende, fliegt das Gerät alleine wieder an den vorher definierten Startpunkt. Maximal können 72 km/h erreicht werden, zudem eine Höhe von sechs Kilometern. Dies sind aber Werte, die im Einsatz nie erreicht werden. „Wir fliegen immer so, dass wir die Drohne im Blick haben“, sagt Hannemann.

Anspruchsvolle Ausbildung für Drohentruppe

Die Ausbildung für die Drohnenpiloten sei anspruchsvoll, berichtet Dieter Röthig. Auf dem Plan steht theoretische und praktische Ausbildung. Trainiert wird mithilfe des Modellsportklubs MSV Condor in Elliehausen. „Da fliegen ein paar tausend Euro in der Luft“, sagt Röthig zur Verantwortung des Piloten.

Eine Drohne vom gleichen Modell wurde beim Großbrand in Hann. Münden im November 2020 eingesetzt, damals von der Feuerwehr Rosdorf. Die Mündener Drohne erlebte ihre „Premiere“ bei einem Waldbrand in der Nähe der Tillyschanze. (Jens Döll)

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